Runde zum Hochgrat über den Panoramaweg (Allgäu)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑994m  ↓994m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Hochgrat ist mit 1.832m der höchste Berg im Westallgäu. Er liegt inmitten des Naturparks Nagelfluhkette. Er umfasst 24.700ha im Landkreis Oberallgäu und 16.300ha im Bregenzerwald. Namensgeber ist das Gestein Nagelfluh, ein Konglomerat aus gerundeten Gesteinskomponenten (Kies oder Geröll), verwoben durch eine feinkörnige Matrix. Über die Nagelfluhkette verläuft die Rhein-Donau-Wasserscheide.

Die Hochgratbahn überwindet einen Höhenunterschied von 900m. Oben angekommen ergibt sich ein herrlicher Ausblick über den Hauptalpenkamm, vom Bodensee in die Oberstdorfer- und Kleinwalsertaler Berge, bis zur Zugspitze.

Wir starten auf rund 860m an der Hochgratbahn-Talstation an der Weißach und nehmen uns gegen den Uhrzeigersinn gut 6,8km Zeit bis zum höchsten Punkt. Vom Parkplatz gehen wir tapfer an der Hochgratbahn-Talstation vorbei, die uns in 15 Minuten in einer Gondel bergauf bringen würde. Wir werden die herrliche Allgäuer Naturlandschaft mit Wäldchen und Wiesenflächen hautnah Schritt für Schritt genießen.

Nachdem wir die Straße Lanzenbach überquert haben, queren wir den Horbach, kommen durch Wald und auf Wiesen mit einer Ebersche zur im Sommer bewirtschafteten Unteren Lauch-Alpe. An einer 1000jährigen Eibe auf der Weidefläche der Unterlauchalpe der Weidegenossenschaft Maierhöfen kommen wir vorüber, wobei das Betreten der Weideflächen untersagt ist, sowie erneut über den Horbach. Bereits von hier aus genießen nicht nur die freidlich Gras zupfenden Rinder herrliche Aussichten.

Dann sehen wir über uns eine Materialseilbahn, die zum Staufner Haus aus dem Jahr 1908 (1.634m) führt, zu dem wir einen Abstecher von der ursprünglichen Route machen können, um unsere Energiereserven aufzutanken. Zuvor kommen wir an der saisonal an den Wochenenden geöffneten Obere Lauch-Alpe vorbei. Wir haben rund 4,5km Wanderung geschafft und sind auf etwa 1.420m. Bis zur Bergstation der Hochgratbahn auf etwas über 1.700m sind es noch 1,5km über die Weiden.

Dort biegen wir auf den Panoramaweg und wandern zum Gipfel. Der Weg macht seinem Namen alle Ehre. Das Gipfelkreuz erinnert irgendwie an den Eifelturm. Das war vermutlich beabsichtigt, denn zu Zeiten seiner Entstehung 1901 arbeitete man gerne mit vernietetem Stahl.

Über den Brunnenauschartensteig wandern wir auch mit Bachläufen, die kleine Wasserfälle bilden, talwärts, kommen an der Gratvorsäßalpe sowie der hintere Simatsgundalpe, an beiden kann man seine Wasserflaschen füllen, zur Mittleren Simatsgundalpe (bewirtschaftet) mit der kleinen Kapelle St. Rochus. Selbstverständlich gibt es auch noch eine Vordere Simatsgundalpe. Kurz vor Tourenende könnten wir die Wanderung bei der Eibele-Alpe ausklingen lassen.

Bildnachweis_ Von Ramessos - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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