Runde von Pfaffenhofen zum Kloster Scheyern


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑199m  ↓199m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Pfaffenhofen an der Ilm liegt zwischen Ingolstadt und München in Oberbayern und zählt zum Hopfenland Hallertau. Urkundlich erstmalig genannt wurde Pfaffenhofen 1140. Von der spätmittelalterlichen Ringmauer haben sich Teile erhalten, darunter drei Türme (15. Jahrhundert) von ehemals 17. Im Kern liegt der Hauptplatz, der von zahlreichen Denkmälern umringt ist. Die Wanderung bringt uns zum Kloster Scheyern, einer Benediktinerabtei südwestlich von uns. 1119 zogen Mönche aus Bayrischzell nach Scheyern.

Die Wanderung im Uhrzeigersinn beginnt beim Park&Ride-Platz am Bahnhof Pfaffenhofen (Ilm). Wir kommen über die Gleisanlagen und die Münchner Straße, wandern am Stockerhof vorbei ins Tal der Ilm. Durch die Ilmauen wandern wir zur Ilmtalklinik. Anschließend geht’s durch die Wiesen- und Felder nebst Waldabschnitten aufwärts.

Wir streifen das kleine Plöcking und kommen zur Blaumoser-Kapelle (1880) an der Plöckinger Straße. Hier haben wir den höchsten Punkt der Wanderung auf rund 505m nach 4,4km erreicht. Kurz drauf sind wir in Scheyern und erkunden das Kloster Scheyern mit der Basilika. 

1119 wurde das Kloster in Scheyern gegründet, 1803 säkularisiert und 1838 neu gegründet. Noch heute leben hier Benediktinermönche in der geräumigen Anlage, betreiben eine Metzgerei mit Fleisch und Fisch aus eigener Züchtung, vom Klosterhof und den Klosterteichen, eine Brauerei mit reichhaltiger Auswahl und eine Schenke. In der Brauerei ist auch eine Brennerei, die aus den Obstgärten Hochprozentiges destilliert. Land- und Forstwirtschaft sowie Gärtnerei sind weitere Tätigkeitsbereiche. Nicht zu vergessen: der Klosterladen. Eine Spezialität ist der Ziegenkäse. Zudem beherbergt das Kloster Scheyern eine Berufsoberschule und eine Fachoberschule nebst Wohnbereich für Schüler und Lehrer.

Die katholische Pfarr- und Benediktinerabteikirche Mariä Himmelfahrt zeigt sich als dreischiffige Basilika und ist im Kern romanisch. Sie wurde 1215 geweiht, der Turm kam um 1230 hinzu. Es folgten weitere Bauten und Veränderungen in den Jahrhunderten danach. Es wurde im Spätrokoko umgestaltet und wieder romanisiert, dann wieder restauriert im Stil des Rokokozustands.

Die Johanneskirche schließt sich östlich an den Kreuzgang an. Sie war bis 1253 Grablege der Wittelsbacher und wurde vor 1191 geweiht. Kreuzgang, Konventsgebäude, Prälatur, Torhaus, Klostergarten, Klostergut. Das Kloster Scheyern ist quasi ein Ort für sich.

Wir wandern sehr beeindruckt gen Norden weiter. Linkerhand sind einige Weiher, der Baderweiher oder der Hammerschmied-Weiher. Mit dem Pudelbach kommen wir durch ein Wohngebiet. Links der Niederscheyerer Straße verläuft der Gerolsbach durch Auenlandschaft und wir kommen durch Niederscheyern. Mit der Straße Zur Mühle queren wir den Gerolsbach, wandern durch Wiesen und erneut über den Bach. Es geht an einem Abenteuerspielplatz vorbei, über die St2045, entlang dem Bach in den Skulpturenpark.

Wir wandern ins Zentrum von Pfaffenhofen an der Ilm, zum dortigen absolut sehenswerten Hauptplatz. Es reckt sich der Turm der erneut gebauten Kirche St. Johannes Baptist in die Höhe. 1393 war Grundsteinlegung, nachdem 1388 ein Brand große Teile der Innenstadt vernichtet hatte. In den Folgejahrhunderten wurde fleißig erweitert. Sie hat ein faszinierendes Innere mit Emporen und Stuck. Von außen ist eine Lourdes-Grotte zu erreichen.

Auf der gegenüberliegenden Seite am Oberen Hauptplatz steht die Spitalkirche Heilig-Geist. Sie ist die Hospizkirche des einstigen Franziskanerklosters und wurde 1719 im Stil des Barocks fertig. Den Unteren Hauptplatz schließt das neugotische Rathaus mit dem Spitzturm ab, das 1868 bezogen werden konnte. Es gibt noch etliches mehr zu sehen! 

Wenn wir zum Ausgangsort zurückkehren, kommen wir an der Ilm über die Ilminsel, grüßen im weiteren Lauf den Brückenheiligen Nepomuk, wandern durch die Ilmauen. Links sehen wir, woher das Essen im Gläschen kommt. Am Anfang war ein Lebkuchenbäcker … 

Bildnachweis: Von VÖRBY [Copyrighted free use] via Wikimedia Commons

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