Rodebachtal (Roode Beek) und Tüdderner Fenn


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 57 Min.
Höhenmeter ca. ↑72m  ↓72m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Tüddern ist ein Ortsteil der Gemeinde Selfkant, ganz im Westen von Deutschland. Selfkant ist nicht eine Gemeinde, sondern auch die Bezeichnung für eine Landschaft im Wandergebiet Niederrhein zwischen der Landesgrenze zu den Niederlanden und den Flüssen Wurm und Rur im Osten.

Tüddern ist Namensgeber für das Tüdderner Fenn, ein altes, überwachsenes Zwischenmoor, das sich jetzt als nasser Erlenbruch zeigt, die meist mehrstämmig und kaum durchdringbar wachsen, mit einigen Kleingewässern versetzt. Das Tüdderner Fenn ist Ziel unserer Wanderung. Startpunkt der Runde ist der Parkplatz an der Sporthalle Süsterseel.

Von Süsterseel aus halten wir uns zunächst ins Tal des Rodebachs, der einst die Lebensader im Selfkant war. Der Rodebach ist 29 Kilometer lang und fließt über den Geleenbeek der Maas zu. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Rodebach auf weiten Strecken als natürliche Grenze zwischen der preußischen Rheinprovinz und den Niederlanden bestimmt. Der 700ha große, grenzüberschreitende Natur- und Landschaftspark Rodebach / Roode Beek wird als Ziel für sanften Tourismus entwickelt.

Entlang des Rodebachs kommen wir automatisch ins Tüdderner Fenn und wandern am Südrand des Tüdderner Fenns bis an den Ortsrand von Tüddern. Hier halten wir uns rechts und dann wieder rechts. Wir wandern jetzt am oberen Rand des Tüdderner Fenns und kommen zur Waldschänke Selfkant, die sich für eine Zwischenrast anbietet.

Von der Waldschänke aus wandern wir weiter zu zwei Angelweihern und kommen dann zur Kreisstraße K 15, die wir queren. Wir gehen südwärts und treffen unterhalb des Restaurants El Pimiento erneut auf die Kreisstraße. Am Ortsrand von Süsterseel entlang spazieren wir hinunter zur Suestrastraße, in die wir kurz nach links einbiegen.

Dann knicken wir die nächste Möglichkeit nach rechts in einen kleinen Weg und kommen zur Istrater Mühle. Die wurde erstmals 1343 genannt. Die Istrater Mühle arbeitete hauptsächlich als Fruchtmühle, im 16. Jahrhundert wurde aber auch Färberwaid gemahlen. 1970 wurde der Mahlbetrieb eingestellt. Heute sind die Mühlengebäude zu Wohnzwecken umgebaut. Wenig später sind wir wieder zurück am Ausgangspunkt unserer Tour.

Bildnachweis: Von European2017 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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