Rieslochschlucht und Rieslochfälle: Spannende Rundtour ab Bodenmais


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑444m  ↓444m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Neben Großem und Kleinem Arber, der sie umgebenden Naturschutzgebiete und Seen, betreten noch weitere Naturschauspieler rund um Bodenmais die Bühne und die müssen sich auch nicht verstecken: die Rede ist von den Rieslochfällen, auch geschrieben Rißlochfälle – wir einigen uns auf das weichere „S“, denn ein wenig wild und verwegen wird es noch genug auf der Schweiklruh.

Wir starten im Kurort Bodenmais am Bahnhof, durchqueren einen kleinen Kurpark mit Teichen, queren eine Wiese und steigen durch Wald hinauf, auch entlang des Riesbachs. Von rund 670m geht es hinauf bis auf knapp 1.030m, die wir nach etwa 4,3km erreichen werden: Bergfest der kleinen Runde durch das Naturschutzgebiet Riesloch, die vom südlichen Bodenmais in Richtung Arber nördlich verläuft.

Das Naturschutzgebiet Riesloch wurde bereits 1939 ausgewiesen und kommt auf 32,9ha. In den 1970ern wurde dazu noch ein Naturwaldreservat bestimmt. Dort darf kein Holz entnommen und Forstwirtschaft betrieben werden. Wir treffen also auf jede Menge lebendiges „Totholz“ mit all den vielen Pilzen, Flechten und Moosen. Zudem kann man im Naturschutzgebiet Riesloch auf zahlreiche sehr alte Bäume stoßen. Mehrheitlich finden sich im Bergmischwald Buchen, Fichten und Tannen sowie Bergahorn.

Absolutes Highlight sind natürlich die Rieslochwasserfälle, insbesondere nach Starkregen und während der Schneeschmelze sind die stürzenden Wassermengen ein Spektakel, wobei sich das Wasser durch die etwa 1,6km lange Rieslochschlucht bewegt. In der Rieslochschlucht vereinen sich der Arberbach, Schwellbach, Kleinhüttenbach und Wildauerbach zum Riesbach. Am östlichen Schluchteingang bilden sich die Rieslochfälle.

Die fünf Hauptstufen der Rieslochfälle haben eine Höhe von 55m, der Hauptfall kommt auf 15m. Dazwischen finden sich moosige Felsen, kleine Strudel und Teiche, in denen das Wasser für Momente zur Ruhe kommt. Auch sehr beeindruckend ist das sogenannte Leuchtmoos, das nicht benötigtes Licht abstrahlt.

Die Wanderung bringt uns bei einem Unterstand an den Weg Arberhochstraße, in den wir links einbiegen und talwärts nach Bodenmais wandern. Der schmucke Ortskern liegt südlich des Bahnhofs und wir können einen kleinen Rundgang anschließen. Die zentrale Kirche ist die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in der Mitte des Marktplatzes. Sie wurde 1805 errichtet und 1956 durch ein Oktogon erweitert. Die evangelische Kirche ist St. Johann geweiht und auf einem ovalen Grundriss.

Bekannt ist Bodenmais auch durch den Silberberg (955m) südöstlich des Ortskerns mit dem Bergwerk, das als Besucherbergwerk über die Zeit des Silberabbaus in Bodenmais berichtet. Das Bergwerk wurde bereits 1463 erstmalig erwähnt. Rund 500 Jahre später fuhr die letzte Schicht Bergmänner ein.

Bildnachweis: Von Jan Lorenz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort