Rießersee, die Aule-Alm und eine alte Bobbahn


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Länge: 4.93km
Gehzeit: 01:35h
Anspruch: schwer
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Wir beginnen unseren Spaziergang am Rießersee. Beim Rießersee-Hotel stehen Parkplätze zur Verfügung. Ab geht es gleich wieder den Berg runter, vorbei an Schafen und Ziegen. Unten halten wir uns links, gehen jetzt auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg der Bahnlinie entlang.

Erst kommt uns eine bayerische Zugspitzbahn, die grad vom Zugspitzplatt kommt, entgegen. Wenig später begegnet uns auch noch der von Ehrwald kommende Regionalzug der Außerfernbahn. Wir kreuzen am Bahnübergang kurz die Kreuzeckbahnstraße und wenden uns auf dem schönen Wanderweg Richtung Aule-Alm.

Rechts ruht das Institut für Meteorologie und Klimaforschung, wir steigen etwas bergan, überqueren die Gleise der Zugspitzbahn und sind schon bald an der Aule-Alm. Vorbei an der in einem Jahr das Hundertjährige feiernde Alm geht es Richtung Rießersee, vor dem im Mittelalter angelegten künstlichen See halten wir uns aber rechts.

Wir wollen zur historischen Olympia Bob-Bahn. Auf der Bahn wurden von 1910 bis 1966 Rennen gefahren, dabei auch die Bobrennen zur Winterolympiade 1936. Die Bobfahrer erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h. Ab 1966 wurde die Bahn sich selbst überlassen, bis sie 2003 unter Denkmalschutz gestellt wurde und von vielen freiwilligen Helfern wieder freigelegt wurde.

Der Forstweg Richtung Kreuzeck führt uns zum Bob-Schuppen, ein kleines Museum, der mittwochs von 14 bis 16 Uhr besichtigt werden kann. Es ist zwar Mittwoch, aber wir sind zu früh dran – also wird die Besichtigung aufgeschoben. Weiter geht es bergauf, beim „Oberen S“ steigen wir dann in die Bahn ein. Es geht zunächst ins Labyrinth mit der Kreuzeckkurve, unter der Martini-Brücke durch und vorbei an der alten Pumpstation. Dann kommt die gefährliche Bayernkurve, eine 180-Grad-Kehre. Eine Gedenktafel erinnert dort daran, dass vier Bob-Fahrer in der Kurve ihr Leben verloren haben, die Deutschen Oberüber (1911) und Lang (1934), der Schwede Odenrick (1951) und der Schweizer Endrich (1953).

Nach der Bayernkurve geht es oberhalb des Rießersees übers Kasparseck, die Wasserwand und die Seekurve zum Ziel – und schon sind wir am Rießersee unten. Am rechten Seeufer wandern wir weiter, spazieren über die Terrasse des See-Cafés und sind schon am Ausgangspunkt zurück.

Autor: Sigi2910
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