Die Querkela sind sagenumwobene kleine Kobolde, die mit den Wäldern der Region rund um Helmbrechts verbunden sind. Helmbrechts, wo wir östlich in die Runde starten, pflegt diese Geschichten und auch seine Lage als Tor zum Frankenwald, denn es liegt zur Hälfte in dessen Grenzen. Der Querkela-Weg verbindet Wälder, Feldflur und Aussichten miteinander, mit Blicken zum Frankenwald und zum Fichtelgebirge.
Die Tour im oberfränkischen Landkreis Hof, gegen den Uhrzeigersinn, startet auf rund 560m beim Dorf Haide und wir kommen über die Selbitzbrücke und zur Zimmermühle. Dahinter biegen wir nach rechts ein und streifen am Mühlenteich vorbei. Rechts von uns mäandert die Selbitz im Tal. Wir wandern entlang eines Waldrands und erreichen einen alten, offengelassenen Steinbruch. Dort ist die Höhle Quarkloch mit dem Waldkobold Querkela. Im Rahmen eines Schulwettbewerbes wurde über seine Gestalt entschieden. Es soll ein lustiger Zwerg sein, der Streiche spielt.
Dann wandern wir aus dem Wald hinaus in die Feldflur mit Anstieg und einem Blick zur Geigersmühle nach Meierhof. Etwas über 600m liegt das bäuerlich geprägte Dorf mit einer Milchtankstelle. Die erreicht man durch einen kurzen Abstecher nach links zum Bauernhof. Unser Weg führt uns nach rechts aus Meierhof hinaus über einen sanften Höhenzug mit einer Wanderrast und kleiner Schutzhütte mit einer schönen Aussicht bis nach Helmbrechts beispielsweise.
Den höchsten Punkt auf rund 657m erreichen wir nach rund 4km und nach einem Linkseinbiegen. Östlich fließt übrigens der Verkehr der A9. Wir kommen durch die Weiler Rabenreuth und Schwarzholzwinkel, der aus einer Gaststätte besteht. Dann wandern wir durch den Wald Schwarzholz nach Edlendorf hinab. Im Örtchen sehen wir neben dem Dorfgemeinschaftshaus einen kleinen Dorfteich. Ländlich-idyllisch wandern wir weiter in Richtung Helmbrechts. Dabei kommen wir wieder ins Selbitztal und über den Bachlauf.
Nach einem weiteren Kilometer Feldflur erreichen wir Helmbrechts an seinem Ostrand und finden zwei Discounter. Nach Haide sind es dann nur noch etwa 1,8km. Jetzt könnte man sich natürlich überlegen, sich noch Helmbrechts Mitte anzusehen und hier konkret das Oberfränkische Textilmuseum mit dem längsten gewebten Schal der Welt, an dem man noch immer mitweben kann.
Bildnachweis: Von Oberfrank [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
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