Putbus-Rundgang: Rosenstadt und Heimat des Rasenden Rolands


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Länge: 6.67km
Gehzeit: 01:34h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Die Landstadt Putbus, 1810 gegründet, ist die jüngste Stadt der Insel Rügen. Das zur Stadt gehörende Lauterbach an der Küste ist hingegen, 1816 gegründet, das älteste Seebad von Rügen. „Epod boz“ – so Putbus aus der slawischen Übersetzung: hinter dem Holunderbusch - war einst eine fürstliche Residenz.

Den Stadtrundgang starten wir am Bahnhof Putbus, mit Normalspur und Schmalspur. Auf der Schmalspur rennt die Rügensche Kleinbahn, liebevoll Rasender Roland genannt. Der gute Senior, teils 100 Jahre im Kessel, schafft „unter Dampf“ noch 24km Strecke und zwar die von Putbus, über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren.

Wilhelm Malte I., Fürst zu Putbus (1783-1854), ließ sich eine klassizistische Planstadt anlegen, wobei sich die Stadt an Schloss (1962 gesprengt) und Park anzupassen hatte. Zwei weitere Erbschaften hat Putbus als „Weiße Stadt“, da die fürstlichen Häuser weiß gestrichen wurden und als „Rosenstadt“, weil die Bürger, die dort Wohnhäuser kauften, damit die Verpflichtung eingingen, stets vor dem Haus Rosenstöcke zu pflanzen. Übrigens wurde 2020 ein Spendenkonto für das Wiederaufbauen eines Schlosses eingerichtet.

Es erfasst einen schon eine pittoreske Stimmung, beim Gang über den Circus mit dem Obelisken in der Mitte, der Bepflanzung sowie den weiß verputzen Häusern im klassizistischen Stil. Das größte Haus ist das Pädagogium zu Putbus (1836).

Wir kommen am Kronprinzenpalais vorbei und gehen durch die Kastanienallee, am Rosencafé vorbei – oder auf ein Tässchen hinein -, am Mausoleum vorbei, dahinter ist die Orangerie, wo man auch heiraten kann. Wir wandern zum Denkmal für Malte I., anschließend zum Veranstaltungsort Marstall, vorbei am Puppen- und Spielzeugmuseum am Schwanenteich, wo wir auf den Wreechener Weg kommen.

Bevor wir das Parkareal allerdings verlassen, sollten wir der einstigen Schlosskirche Putbus einen Besuch abstatten. Sie ist sehr ungewöhnlich und erinnert an einen Palazzo. Das kommt nicht von ungefähr, denn hier ließ Malte II. den Kursaal zu einer Kirche umbauen, nachdem die alte Kirche 1865 mit Teilen des Schlosses Opfer der Flammen wurde.

Südwestlich des Schlossparks, in dem man sich bisweilen wie durch ein Gemälde wandern sieht, ist ein Stück Wald, durch das wir jetzt streifen, einen Bogen um Gut Gremmin schlagen, über die Alleestraße bei der Feuerwehr in die Eichenallee einbiegen, um dann rechts abbiegend per Güstelitzer Straße zum Markt Putbus zu wandern. Dort erwartet einen ein ovaler Platz mit Gedenkmal an jene, die 1864, 1866 und 1870/71 für Kaiser, König und Vaterland ihr Leben gaben, Rosenstöcke auch hier, ebenso das Rathaus.

In der August-Bebel-Straße stehen noch einige Handwerkerhäuser aus der Stadtgründungszeit, von dort leitet der Gränensteig zum Circus. Dann geht’s zweimal links und am Wasserturm Putbus vorbei, der ist heute eine Ferienwohnung. Wir kreuzen nach einer Waldpassage die Bergerlandstraße und kommen zum Bahnhof Putbus.

Bildnachweis: Von Freddy2001 [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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Art:
Rundtour
Länge:
6.92km
Gehzeit:
01:37h

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