Pietzmoor-Runde (Lüneburger Heide)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑94m  ↓94m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wo einst Gehorsam geübt, geballert und die Erde verdichtet wurde, entstand das große Naturschutzgebiet Osterheide. Es liegt im Westen des ausgedehnten Naturschutzgebiets Lüneburger Heide, ein bisschen weiter westlich ist Schneverdingen. Die Osterheide grenzt desweiteren an den Wilseder Berg und an das Pietzmoor. Das Pietzmoor ist das größte zusammenhängende Moor der Lüneburger Heide. 

Wir tanken so richtig Natur, wenngleich sie keine Urnatur darstellt, sondern von Menschenhand geprägt ist. Start ist der Hof Möhr. Der ist von der Schneverdinger Straße (L170) zu erreichen. Der Hof Möhr beherbergt den Hauptsitz der Naturschutzakademie Alfred Toepfer. Die Einrichtung des Landes Niedersachsen ist seit 1982 in dem einstigen Heidehof beheimatet. Die Akademie bietet Ausstellungen, einen Bauerngarten und hat auch eine Streuobstwiese.

Unsere Wanderung führt in die Landschaft der Osterheide, die ab 1994 hier entstehen konnte, nachdem die Truppen den Übungsplatz nicht mehr mit kriegerischem Gerät pflügten. Es gründete sich ein Verein und der kümmerte sich um die aufwändige Renaturierung, schuf eine weiträumige Heide mit Mooren, Waldinselchen und Magerrasen, legte Wege für Wanderer und Radfahrer an.

Wir kommen durch die Heide zum Parkplatz bei der Haltestelle Schneverdingen/Feriendorf, kreuzen die Landstraße, biegen in die Straße Schäferhof, die durch das Feriendorf leitet. Jetzt sind wir geradewegs auf dem Moorrundweg durchs Pietzmoor. Das trägt den Namen vom Hof Pietz. Das Hochmoor hat eine durchschnittliche Torftiefe von 4m. Im Moor sind die Quellgebiete der Böhme und der Veerse.

Das Pietzmoor entstand vor über 10.000 Jahren. Bereits im 16. Jahrhundert wurde hier Torf als Brennmaterial ausgestochen. Ab Mitte der 1970er Jahre begann man mit der Renaturierung und schließlich der Wiederbewässerung. Jetzt lässt sich die Natur wiedererleben, von den Wanderwegen und Holzstegen. Moorfrösche, Waldeidechsen und Libellen sind wieder da, der Kranich gründet Familien, es surrt und ist lebendig.

Durch Wiesen und Felder außerhalb des Pietzmoors gelangen wir zur Schneverdinger Straße, halten und rechts und wandern an die Böhme bei Heber. Wir queren die Böhme und wandern auf dem Hambostelter Weg, links die bewaldete Böhmeaue, rechts Feldflure, schlagen einen kleinen Haken und kommen am Hof Möhr wieder aus.

Bildnachweis: Von OzthePowerful [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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