Pidinger Klettersteig auf den Hochstaufen (Chiemgauer Alpen)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑1250m  ↓1250m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Er gilt als einer der schwersten Klettersteige Deutschlands: der 2003 eröffnete Pidinger Klettersteig, der hinauf auf den Hochstaufen (1.771m) führt, am östlichen Rand der Chiemgauer Alpen im sogenannten Rupertiwinkel.

Der Pidinger Klettersteig ist ein schwerer und steiler Klettersteig, teils stark steinschlaggefährdet, im unteren Bereich oft sehr rutschig. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition sind Voraussetzung, Klettersteigset und Steinschlaghelm sind unbedingt anzuraten. Obwohl der Steig noch nicht lange existiert, kam es bereits zu mehreren Bergwachteinsätzen und Todesopfern.

Man kann das Abenteuer am Waldparkplatz Urwies starten oder am Wanderparkplatz Schlosswald beim Schloss Staufeneck. In den Pidinger Ortsteil Urwies kommt man von der Ausfahrt Bad Reichenhall an der Autobahn A 8 in wenigen Minuten.

Durch den Schlosswald wandern wir hinauf zum Pidinger Bergblumengarten und zum Baumannkreuz. Wir passieren die Moaralm und kommen zum Leitengraben. Dann wandern wir vorbei an der Kochalm zu Steineralm, wo man sich noch einmal stärken kann.

Nach diesem „Wandereinstieg“ geht es jetzt richtig los mit dem Pidinger Klettersteig. Wir beginnen den Klettersteig an einer steilen Einstiegswand und kommen zu einem Flachstück, das direkt in ein weiteres Steilstück überleitet.

Man folgt dem grasigen Grat links der Rinne aufwärts bis zum Ende der Versicherungen. Hier quert man die Rinne, um auf der rechten Seite mit Hilfe von Seilen weiter aufzusteigen. Am Übergang des ersten auf den zweiten Abschnitt kommt man zum Notausstieg. Wer bis hierher schon Probleme hatte, sollte lieber den Notausstieg wählen.

Im zweiten und dritten Teil erhöht sich die Schwierigkeit und man merkt langsam auch die Zeit, die man in Armen und Beinen hat. Oben angekommen auf dem Hochstaufen genießt man die weite Aussicht vom Chiemsee bis nach Salzburg. Ein besonderes Erlebnis am Hochstaufen ist der Sonnenuntergang, wenn man den Eindruck hat, die Sonne versinkt im Chiemsee.

Auf dem Hochstaufen steht das Reichenhaller Haus (auch Staufenhaus genannt). Das Reichenhaller Haus ist je nach Witterung von Mai bis Oktober bewirtschaftet. Es bietet sechs Betten im Zimmerlager und 24 Matrazen im Lager. Im Winter ist die Hütte geschlossen, auch ein Winterraum ist nicht vorhanden. Über den Normalweg wandern wir vom Hochstaufen wieder zurück nach Urwies.

Bildnachweis: Von Helmut Gumpinger [Copyrighted free use], via Wikimedia Commons

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