Passau: Runde durch die Altstadt


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑222m  ↓222m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Dreiflüssestadt Passau ist bei jedem Wetter einen Besuch wert. Jung und alt kommen hier zusammen. Jung ist Passau wegen seiner Universität und der hohen Zahl von Studierenden. Für die Schönheit des Alten stehen die zahlreichen Baudenkmäler in der barocken Altstadt, von italienischen Meistern aus dem 17. Jahrhundert. Fünf Domorgeln lassen den Dom St. Stephan erklingen, in einem der größten barocken Kircheninneren nördlich der Alpen. Kirchen, Veste, Stadtpark Freudenhain, Donau, Ilz und Inn, bei dieser Runde ist alles drin.

Start ist zwischen Ilz und Donau, beim Parkplatz an der Straße Oberhaus, gegenüber dem Thingplatz und wir sind über Passau und dem Zusammenfluss der drei Flüsse Inn, Ilz und Donau. Keltische Spuren wurden an der Stelle des Rathauses gefunden. An der Stelle des Domes stand früher ein römisches Kastell als ein Teil des Limes. „Wo sich Flüsse versammeln, sammle auch du dich“ – könnte als historischer Rat in den Sinn kommen.

Von der Veste Oberhaus (1219), weithin und monumental sichtbar, fällt der Blick vom Aussichtsturm Georgsberg hinab. In der Veste ist das Oberhausmuseum mit Stadtmuseum und Gemäldegalerie. Einst residierte der fürstliche Bischof vom Hochstift Passau in der Veste Oberhaus. Auf dem Berg ist eine Volkssternwarte und man findet Gastronomie. Über den Wehrgang wandern wir steil hinunter zum Mauer Wehrturm und ins Eck mit der Veste Niederhaus (privat, um 1250 entstanden) an der Mündung der Ilz in die Donau.

Wir queren die Donau und erkunden die Altstadt mit ihren schmucken Gassen und historischen Gebäuden. Wir haben grob überschlagen: über 350 Einträge in der Passauer Denkmalliste. In der Bräugasse sind ein Museum der Modernen Kunst und die Klosterkirche Zum Heiligen Kreuz (romanische Pfeilerbasilika/12. Jh.) des Klosters Niedernburg, einer einstigen Abtei der Benediktinerinnen und heutiges Kloster der Englischen Fräulein (Congregatio Jesu).

Wir wandern in die Ortsspitze, wo aus südlicher Richtung der Inn und aus nördlicher die Ilz zur Donau strömen. Durch den Klosterwinkel und am kastellartigen Gymnasium Leopoldinum (ehem. Jesuitenkolleg/1613) vorbei kommen wir zur Kirche St. Michael, einer einstigen Jesuitenkirche, doppeltürmig, 1677 gebaut durch einen Meister des Frühbarocks. Schustergasse und Residenzplatz sind die weiteren Gassen, die wir durchstreifen und kaum wissen, ob wir links oder rechts, nach oben oder unten schauen sollen.

Ähnliche Überfülle an visuellen Eindrücken liefert der Besuch des Passauer Doms St. Stephan. 1668 wurde die barocke Bischofskirche wiedererbaut. Die Türme messen 68m, 102m ist die Kirche lang und 33,5m breit, die Vierungskuppel kommt auf 69m und die Scheitelhöhe des Gewölbes liegt bei 29m. Da passen eine ganze Menge Stuck und Fresken rein und man hat nicht gespart, an Orgeln auch nicht, 5 fanden Platz. Alle zusammen bilden die fünftgrößte Orgel der Welt.

Grabengasse und Nagelschmiedgasse leiten uns zur Fritz-Schäffer-Promenade und über die Donau. Nächstes Ziel ist der Stadtpark Freudenhain mit der Grotte des Canopus. Der Schlosspark Freudenhain am Schloss Freudenhain (18.Jh.), das als Schule genutzt wird, grenzt auf der anderen Seite an die Brauerei Hacklberg, die 1618 gegründet wurde. Der Park erlebte die Moden der Zeiten, vor italienischen Renaissance zum französischen Barock und schließlich zum Englischen Landschaftsgarten.

Wir wandern weiter aufwärts und gelangen nach rund 6,2km bei 425m an den höchsten Punkt der Runde und verbleiben in der höheren Lage. Der Rennweg und Bergfried bringen uns am Haus der Jugend vorbei zum Thingplatz und zum Parkplatz.

Bildnachweis: Von High Contrast [CC BY 3.0 de] via Wikimedia Commons

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