Otterwald-Rundwanderung (bei Niederrieden)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 42 Min.
Höhenmeter ca. ↑103m  ↓103m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Otterwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet im Unterallgäu. Ganz grob gesagt liegt es im rechten oberen Eck zwischen der A7 westlich und der A96 südlich und nordöstlich von Memmningen, wo sich die beiden Autobahnen kreuzen. Hier im Otterwald bekommt man davon aber nichts mit.

Der Otterwald ist Grenze zwischen dem Rothtal und dem Günztal sowie dem Memminger Trockental. Hier ist noch mehr los, drumherum nämlich sind einige Ortschaften und Weiler: Bleiche, Eisenburg, Hipp, Josten, Lauberhart, Orwang, Reutehof, Reichau, Unterhart, Wesbach, Ziegelstadel und mittendrin Otterwald, unser Start- und Zielort. Wir sind von Niederrieden aus hergefahren. Rund um die kleine Siedlung wurde gerodet und es gibt das Gasthaus Zur Otter, das im Sommer wochenends öffnet.

Unsere Otterwaldrunde nutzt auch Wege der „Eichelgarten-Runde“ östlich und der „Rund ums Lauberhart“ südlich, die fast bis Eisenburg führt. Man könnte die kleine Runde um andere Wege erweitern. Westlich böte sich dazu die „Große-Denkmal-Runde“ an.

Wäre die Runde eine Uhr, starteten wir kurz nach 12 Uhr am Gasthaus Zur Otter und gehen dann von hier in der Zeit zurück. Auf unserem entspannten Weg sehen wir leider keine Otter bei der Arbeit und für uns gäbe es nur dann viel zu tun, wollten wir Bäume umarmen. Unter den Blätterdächern lässt es sich ruhig bleiben.

Im Otterwald ist die Quelle des Otterbachs. Im 17. Jahrhundert fand man heraus, dass sein Wasser Quarzit enthielt, was Glasmeister auf den Plan rief, die im Otterwald eine Glashütte errichten durften. Rund 800 Scheiben Fensterglas kam von hier ins Kloster Ottobeuren. Zu sehen ist hier im Wald davon nichts mehr.

Es gibt übrigens 13 Arten Otter, die auch Wassermarder genannt werden. Die amphibisch lebenden Gesellen können Ohren und Äuglein unter Wasser verschließen. Augen auf, wir sind im Nu, vom Hölzchen aufs Stöckchen, ausgeruht am Ausgangsort.

Vgwort