Ostseebad Wustrow Rundtour (Fischland)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑46m  ↓46m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Unsere Runde durch das entzückende Ostseebad Wustrow legt sich zwischen die Wasser des Saaler Boddens und der Ostsee. Wustrow grenzt an den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der sich nordöstlich von hier ausdehnt. Wustrow liegt auf dem Fischland, einer Landbrücke an der südlichen Ostseeküste, war einst Ort der Fischer und Seefahrer.

„Woll tau seihn“, seggten dei oll Fischlänner, wenn sie jemanden begrüßten oder willkommen hießen. Das kann mit „Einen schönen Tag“ übersetzt werden, oder etwas erfreuter mit: „Schön, dich wohlauf zu sehen!“ Das macht auch Sinn, wenn jemand von einer Zeit auf See wohlbehalten zurückkehrte. Wir starten am Hafen Wustrow und könnten uns gleich mal in Mundart probieren.

Die ersten Schritte lenken uns zur evangelischen Kirche Wustrow, die 1873 geweiht wurde. Sie entstand auf Kreuzgrundriss im Stil der Neugotik aus Backsteinen. Einst gab es in Wustrow ein Tempel für den slawischen Gott Svantovit (Swantewit), der war Kriegsgott und oberste Gottheit der Ranen auf Rügen und weiterer Elb- und Ostseeslawen. Nahe der Kirche steht ganz schmuck das eingeschossige Reet gedeckte Häuschen namens Schifferwiege.

Wir folgen der Ernst-Thälmann-Straße und sehen das Haus des Gastes. Das Baudenkmal ist das ehemalige Kaiserliche Postamt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und beherbergt heute die Touristen-Information.

Nach links biegen wir in die Strandstraße, flankiert von Kauf- und Kaffee-Angeboten. Dann geht’s auf die Seebrücke Wustrow und man genießt die schöne Aussicht auf die Ostsee und über den hellen Sandstrand. Wer braucht schon Malle, wenn er auf Wustrow weilen kann. Der Gedanke begleitet uns entlang des Strands in Richtung Ahrenshoop, ein weiteres schönes Seebad, das einst eine Künstlerkolonie war.

Weitere Abwechslung gibt es nach Abbiegen gen Osten, weg von der See, rein ins Grün mit Waldstreifen und der Pappelallee. Durch Wiesen- und Feldflur wechseln wir die Seiten, wandern in Richtung Saaler Bodden. Dabei kommen wir am Fischländer Friedhof vorbei und durch das Friedhofswäldchen.

Beschaulich geht’s entlang der Boddenküste und durch die Felder nach Barnstorf. Per Barnstorfer Weg und Hafenstraße gelangen wir an unseren Ausgangsort. Möchte man in Wustrow noch ein gepflegtes Baudenkmal sehen, könnte man das Fischlandhaus (um 1800), zwischen Hafen und Friedhof gelegen, ansehen.

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