Obernau liegt am Main und am Rand des Naturparks Spessart und ist als südlicher Stadtteil von Aschaffenburg von viel Natur umgeben. Hier ist der Kulturweg Aschaffenburg Obernau als Runde angelegt – im Rahmen des Spessartprojekts. Er führt durch die Palette der Vielfalt verschiedener Landschaften mit Mainufer, Feldern, Wiesen und Streuobst sowie Mischwald.
Die abwechslungsreiche Runde startet am Rand von Obernau bei der Mehrzweckhalle und der Wendelinuskapelle. Hier ist auch die erste Stationsbeschreibung entlang des Kulturwegs, der mit insgesamt 6 Tafeln ausgestattet ist. Wir erfahren direkt etwas zur Kulturgeschichte von Obernau: „In Obernau, da ist der Himmel blau, da tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau.“ Zum „Gaasbockbrunne“ kommen wir bei Station 6.
Vor der Kapelle wurde auch ein Kriegerdenkmal errichtet. Wir wandern ansteigend in den Wald, am Waldfriedhof vorbei und entlang des Kreuzwegs und seiner 14 Stationen zu einer kleinen Mariengrotte und wandern weiter bis zur Kapelle Maria Frieden mit Infotafel und der Geschichte der Kapelle mit Wurzeln im 18. Jahrhundert. Zum Wald und der Waldwirtschaft werden wir auch informiert. An der Kreuzung biegen wir im spitzen Winkel nach links ein und wandern mit Auf und Ab entlang des Judenpfads. Wir kommen am Waldrand zur Station 3, die beschreibt, was es mit dem Namen auf sich hat. Man fand heraus, dass der Viehhandel oft in jüdischer Hand lag und diese Wege mit den Handelsrouten zu tun haben. Auf dem sich erstreckenden Feld ist auch ein jüdischer Friedhof am Rande der Anhöhe Judenberg (246m).
Wir kommen abwärts und das Landschaftsbild verändert sich erneut, mit den Streuobstwiesen beispielsweise. Station 4 beschreibt es. Bei den Streuobstwiesen eröffnet sich auch ein Blick bis Aschaffenburg. Wir wandern über den Sperbig durch die Kulturlandschaft, nochmal durch etwas Bewaldung und kommen in die Bebauung von Obernau. Wo die Maintalstraße überquert wird, steht der Geißenbrunnen. Die Geißen dort haben alle etwas zu tun, während man selbst auf einer Bank rasten kann.
Wir schlängeln uns ans Mainufer und lassen uns von der 5. Tafel über Mainlandschaft und Schleuse informieren, mit der Staustufe und der heutigen Nutzung zur Stromerzeugung. Nach einem Stück Mainufer biegen wir in den Ortskern ein, wo wir zur Pfarrkirche St. Peter und Paul kommen. Die wurde 1962 fertig. Der Turm stammt aus dem Jahr 1792. An dieser Stelle informiert die 6. Erläuterungstafel über die Kirche und den Geißenbrunnen. Brunnen und Reim ehren sozusagen die Historie des Ortes zwischen Fluss und Stadt, in dem die Menschen früher öfter Ziegen im Garten hatten. Zum Ausgangsort ist es nun nicht mehr weit.
Bildnachweis: Von Maulaff [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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