Münchner Spaziergang: Maximilianeum-Marienplatz-Schloss Nymphenburg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑201m  ↓212m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten diese Stadtrunde durch München am Max-Weber-Platz im Münchener Stadtteil Haidhausen. Hier verkehren die U-Bahn-Linien U 4 von der Westendstraße zum Arabellapark und U 5 vom Laimer PLatz nach Neuperlach.

Vom U-Bahnhof Max-Weber-Platz aus gehen wir durch die Max-Planck-Straße zum Maximilianeum. Das Maximilianeum wurde 1857-74 erbaut als Sitz der Stiftung Maximilianeum für begabte Studenten und dient seit 1949 auch dem Bayerischen Landtag als Quartier.

Am Maximilianeum halten wir uns links und gehen zur Kalkofeninsel, die vom Auer Mühlbach und der Kleinen Isar eingefasst ist. Auf dem Kabelsteg passieren wir den Auer Mühlbach und kommen zur Praterinsel. Hier steht u.a. das Alpine Museum des Deutschen Alpenvereins.

Über den Wehrsteg gehen wir auf die Münchner Museumsinsel und stoßen hier auf den Vater-Rhein-Brunnen. Auf der Ludwigsbrücke keuzen wir die Isar und gehen durch die Zweibückenstraße zum Isartor.

Am Isartor halten wir uns links in die Westenriederstraße und gehen vor bis zum Viktualienmarkt. Der Viktualienmarkt ist ein ständiger Markt für Lebensmittel und findet seit 1807 täglich, außer an Sonn- und Feiertagen, statt. Die fest gebauten Marktstände sind in mehreren Abteilungen um einen Biergarten angeordnet.

Direkt am Viktualienmarkt steht der Alte Peter, die Pfarrkirche Sankt Peter. Die ist seit dem 13. Jahrhundert bekannt und gilt damit als die älteste Pfarrkirche Münchens. Hinter dem Alten Peter stoßen wir auf den Marienplatz, dem Herzen von München, und folgen nach links der Kaufinger Straße.

Das Neue Rathaus und die Frauenkirche ziehen unseren Blick auf sich, während wir durch die Fußgängerzone flanieren. Die Jesuitenkirche St. Michael und der Bürgersaal säumen den Weg zum Karlsplatz, der gemeinhin nur Stachus genannt wird, weil hier einst eine beliebte Gastwirtschaft diesen Namens der zentrale Anziehungspunkt war.

Am Stachus gehen wir in die Prielmayerstraße vorbei am Justizpalast, u.a. Sitz des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz. 1943 fanden im Münchner Justizpalast vor dem Volksgerichtshof die Prozesse gegen die Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose statt. Heute ist ein Gedenkraum eingerichtet, der Besuchern nach Anmeldung an der Pforte zugänglich ist.

Die Prielmayerstraße geht in die Arnulfstraße über. Linkerhand erstreckt sich das Gelände des Hauptbahnhofs München, rechterhand liegt der Augustiner-Keller, einer der beliebtesten Biergärten in München. Hier wird Bier von Münchens ältester Brauerei, der Augustiner-Bräu ausgeschenkt.

Durch ein nicht ganz so hübsches Gewerbegebiet gehen wir weiter, um möglichst schnell den Hirschgarten zu erreichen, der 1720 ursprünglich als Fasanerie angelegt wurde. Neben zum Teil über 150 Jahre altem Baumbestand gibt es im Hirschgarten Spielplätze, Wiesenflächen, Grillareale, hügelige Wiesen mit Rodelmöglichkeiten sowie den angeblich größten Biergarten der Welt mit 8.000 Plätzen.

Vom Hirschgarten - evtl. nach kurzer Stärkung im Biergarten - spazieren wir weiter zum Schlosspark Nymphenburg. Die  Verknüpfung von formalem Garten und Landschaftspark gilt als Meisterwerk der Gartenkunst und macht die Gesamtanlage aus Schloss und Park zu einer vielbesuchten Attraktion. Wir spazieren vorbei an der Badenburg und am Badenburger See zur Amalienburg (beides sind Lustschlösschen) und stehen dann vor Schloss Nymphenburg.

Schloss Nymphenburg ist eines der großen europäischen Schlösser, die Nord-Süd-Achse ist 632 Meter lang und damit von der Spannbreite noch ein Stück größer als Schloss Versailles. Schloss Nymphenburg war jahrhundertelang die Sommerresidenz der Wittelsbacher. Heute residieren hier u.a. mehrere Museen und die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

Vorbei am Botanischen Garten München-Nymphenburg spazieren wir von Schloss Nymphenburg in die Verdistraße und treffen dann auf den S-Bahnhof Obermenzing, mit dem wir wieder Richtung Marienplatz und Isartor fahren können.

Bildnachweis: Von Nico Mueller [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort