Mariensteig Kellmünz-Altenstadt (Illerleite)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑358m  ↓358m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir sind heute östlich der Iller unterwegs und werden meist auf Wald- und Forstwegen im Bayerischen Staatswald entlang der „Illerleite“ wandern. Das ist ein dicht bewaldeter Höhenzug an der Ostseite des Illertals. Der Mariensteig zwischen Kellmünz an der Iller und Altenstadt ist ein schön angelegter Pfad, über den der Waldhang gut bewältigt werden kann.

Uns fällt am Beginn der Runde, am Startparkplatz am Schützenheim (Kreuzung Illertalstraße/Staatsstraße 2031), ein Merkspruch aus der Schule ein: „Iller, Lech, Isar, Inn fließen rechts zur Donau hin. Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen kommen ihr von links entgegen.“

Wir wandern mit dem Uhrzeigersinn, steigen von Kellmünz auf und haben rund 13km im herrlich ruhigen Wald der Illerleite vor uns. Am Schluss schauen wir uns Kellmünz an. Der Mariensteig leitet durch den Wald. Westlich verläuft die A7 und dort sind die Orte Altenstadt sowie Illereichen. Wir wandern in Richtung Dattenhausen, wo unsere Runde eine Richtungsänderung vornimmt und wir gen Süden gehen, auf und ab durch den schönen Mischwald.

Der Mariensteig ist ein recht alter Wanderweg und man trifft auf Zeichen der Frömmigkeit in dem Bayerischen Staatsforst. Die Wanderung wird bisweilen auch als ein Weg der Stille beschrieben. Wo die Wegeführung es zulässt, hat man einen schönen Blick über die Landschaft und kann bei Fönwetterlage bis zu den Alpen schauen.

Nach der Stille genießen wir in Kellmünz an der Iller dessen Geschichte und auch Gastronomie. Historie gibt es nahe der St. Martin Kirche mit deren schmucken Turm. Sie hat eine sehr lange Geschichte und steht an der Südostecke des ehemaligen römischen Castrums Caelius Mons. Die Wurzeln der Kirche liegen im 8. Jahrhundert. 1620 wurde sie neu errichtet und beinhaltet spätmittelalterliche Mauern. Auch im Inneren ist sie sehr sehenswert.

Caelius Mons war ein spätantikes Kohortenkastell aus dem 3. Jahrhundert, das gut 200 Jahre lang belegt war. Die Grundmauern sind teilweise konserviert und sichtbar. Das Lager gehörte zum spätrömischen Donau-Iller-Rhein-Limes. Die Mauer besaß etliche Türme, von denen teilweise Stücke konserviert wurden. Wir schlendern durch den kleinen archäologischen Park und erkunden den Festungsbau.

Bildnachweis: Von Richard Mayer [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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