Mainz Altstadtrunde


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Länge: 8.81km
Gehzeit: 02:07h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Rund 9km und gut 2.000 Jahre Historie. Die gibt es in der Mainzer Altstadt haufenweise, Stein auf Stein. Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt wurde bereits durch die Römer gegründet. Mainz ist Gutenberg, Uni und das ZDF, Mainz ist Dom und Karneval, Wein und Rhein. Mainz ist über 2.000 Jahre Geschichte und zugleich Zukunftsstandort, z.B. mit dem Biotechunternehmen Biontech.

Der vom Mainzer Hauptbahnhof in die Innenstadt kommende Gast merkt gleich, dass Mainz seine Besonderheiten pflegt, hier sagt Mainzelmännchen Det, wer geht und steht. Das kam so gut an, dass weitere Ampeln der Art in Mainz leuchten.

Wir sind vom monumentalen Bahnhof (1884 eröffnet) aus losgegangen und streben gleich der Altstadt zur, wandern durch die Fußgängerzone mit Steingasse und Pfandhausstraße zum Kardinal-Volk-Platz in die Stadthausstraße, von dort an Galeria vorbei über die Schusterstraße. In der Christofsstraße könnte man sich die Überreste der gotischen Kirche St. Christoph ansehen, die um 1300 gebaut wurde und die Taufkirche von Johannes Gutenberg war, dem Erfinder des Buchdrucks. Die Kirche ist ein Kriegsbombenopfer, wie es weitere in Mainz zu sehen gibt, die in ihrer Gebrochenheit erhalten werden, zum Gedenken und zur Mahnung. Eine Statue von Gutenberg an der Presse findet sich auch.

Die Kirche ist nah dem Karmeliterplatz, den wir streifen. Auch hier könnte man einen Abstecher machen, zur Karmeliterkirche und dem Karmeliterkloster (Gebäude von 1700-1713). Der Bettelorden nutzt die gotische Basilika seit 1924. Unser GPS leitet uns durch die Mitternachtsgasse (linkerhand wäre das Naturhistorische Museum) zum Platz der Mainzer Republik. Vom Balkon des Deutschhauses wurde 1793 die erste Republik auf deutschem Boden ausgerufen.

Wir sehen die bedeutende und mächtige Jupitersäule (Nachbildung), den Landtag im Deutschhaus (barockes Palais von 1730) nebst Staatskanzlei im barocken Neuen Zeughaus und dem Alten Zeughaus aus der Renaissance und dem frühen 17. Jahrhundert mit Volutengiebel, das einst Waffenlager war.

Links sehen wir die barocke Kirche St. Peter mit Doppelturmfassade und einer reichhaltigen Rokokoausstattung. Als nächstes kommen wir zum Kurfürstlichen Schloss, wo einst die Mainzer Erzbischöfe ihren Sitz hatten. Es ist ein Bau der „Deutschen Renaissance“, der nach 1942 bei einem Luftangriff 2 Tage ausbrannte und wieder aufgebaut wurde. Auffällig ist der reichhaltige Bauschmuck.

Mit der Rheinallee geht’s zum kleinen Park Feldbergplatz, zu dem auch die Grüne Brücke führt. Wir kommen ans Rheinufer und sehen den Festungsbau, Kaponniere V, mit Zinnen bekrönt, aus dem Jahr 1887. Über 2km wandern wir dann am Rheinufer entlang, sehen einige Stadttore und die Theodor-Heuss-Brücke, kommen am Adenauer Ufer zur Rheingoldhalle und zum Rathaus.

Am Streseman Ufer wandern wir zum Fort Malakoff, das Teil der linksrheinischen Befestigungsanlage von Mainz war, mit deren Bau Mitte des 19. Jahrhundert begonnen worden war. Aus den durch dicke Mauern geschützten Gängen und Räumen konnte auf Angreifer gefeuert werden. Durch die Passage mit Gesundheitsanbietern kommen wir über die Rheinstraße in die Kapuzinerstraße und streifen die klassizistische Kirche St. Ignaz (1775).

Wir kommen durch den Hopfengarten und nehmen Kurs auf den Zitadellenweg zur Festung auf dem Jakobsberg (Zitadelle Mainz) mit Kommandantenbau (Ende 17. Jahrhundert), Stadthistorischem Museum, herrlichen Aussichten auf Altstadt und Rhein. Auf den Zitadellengelände sehen wir auch den Drususstein, Reste eines Monuments der Römer für General Drusus. Interessant an dem Areal ist auch seine unterirdische Geschichte.

Hinab geht’s am Spielplatz Windmühlenstraße/Eisgrubenweg vorbei zur Kirche St. Stephan und den großen Glockenturm. Die Kirche wurde um 990 von Erzbischof Willigis gegründet und deren gotischer Kreuzgang wurde 1968-71 wieder hergestellt. Über den Willigisplatz kommen wir in die Maria-Ward-Straße. Links, etwas versteckt, ist die Marienkapelle.

Kurz später kommen wir an der ältesten Kirche von Mainz vorbei, der Johanniskirche, die 910 geweiht wurde. Gegenüber ist der Mainzer Dom. Der Hohe Dom St. Martin zu Mainz zählt zu den Kaiserdomen, zeigt sich als Pfeilerbasilika mit romanischen, gotischen und barocken Elementen. Ein mächtiges Bauwerk!

Wir sind hier am Markt und kommen auch am Staatstheater (1829-33) am Gutenbergplatz vorbei. Es gibt noch sehr viel zu entdecken, bevor uns die Schillerstraße zum Bahnhof zurückgeleitet.

Bildnachweis: Von Calips [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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