Leutkirch im Allgäu Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑190m  ↓190m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Westallgäu, zwischen Memmingen und Wangen an der Autobahn A96 liegt der Urlaubsort Leutkirch mit historischer Altstadt an der Eschach und dem Stadtweiher östlich. Dazwischen erleben wir Dreifaltigkeitskirche, Gänseliesel bei der Arbeit, barockes Rathaus, das Museum im Bock, Aussicht von der Wilhelmshöhe und auf dem Rückweg könnten wir uns trimmen im Stadtwald und besinnen in der Kirche St. Martin.

Der Bahnhof Leutkirch (1889) gibt den Startschuss. Wir wandern am Bahnhofspark vorbei, nehmen die Poststraße in die Bahnhofstraße, erkunden den Platz zwischen Polizei, Amtsgericht und Villa Marienbad im Jugendstil. Wir queren die Eschach und sehen rechts die Dreifaltigkeitskirche (1613-1615) mit seitlich angebautem Turm. Sie war die erste protestantische Kirche im katholisch geprägten Allgäuer Oberland.

Wir nehmen die Kornhausstraße und erkunden die Altbauten links und rechts des Pflasters, auf dem wir zum Gänselieselbrunnen (1967) gehen, der vor dem barocken Rathaus steht. Am Gänsbühl fanden Mensch und Tier Wasser, wurde getratscht, verurteilt oder gefeiert. Das barocke Rathaus entstand 1741 anstelle eines mittelalterlichen Vorgängers. Im Inneren hat es einen historischen Sitzungssaal mit Stuck.

Gleich schräg gegenüber ist der Bockturm, kurz Bock genannt. Darin ist das Museum im Bock mit heimatkundlicher Sammlung. Wir steigen zur Wilhelmshöhe auf. Der einst genannte „heilige Hain“, dann Hohberg, ist ein erhabener Platz, wo bereits zur Steinzeit Betrieb war. Wilhelmshöhe heißt das erst seit 1818. Auf dem Plateau sind Buden für Events und von oben hat man einen herrlichen Blick auf Leutkirch.

An einem Kriegerdenkmal und einer Thingstätte vorbei geht es zum Stadtweiher Leutkirch hinab, an den ein Freibad grenzt. Am nordöstlichen Zipfel des Stadtweihers ist das Naturschutzgebiet Moosmühle (49ha) mit geschütztem Stillgewässer und Feuchtgebieten, Verlandungszonen und Kalkflachmoor. Die Läufe von Floschen, Neumühlebach kommen hier an. Mit Wald, Waldrand und Wiesen queren wir den Schorniggelbach am Rand von Wielazhofen, wo unsere Wanderung die Richtung ändert, gen Süden. Wir folgen dem Sträßchen nach Neumühle.

Zur Riedlesmühle heißt die nächste Straße, die nach Adrazhofen, von Feldflur umgeben, führt. Ab durch die Mitte des Oberen Stadtwalds mit dem Krählohweiher drin, geht es anschließend, wer mag auch dem Trimm-Dich-Pfad mit 21 Stationen.

Wir kommen an die Eschach zurück, streifen die Wohnbebauungen Krählohsiedlung und Bleiche. An der Kemptener Straße ist das Areal des barocken Schlösschens Hummelsberg. Ein weiterer Turm von Leutkirch ist der Pulverturm, an dem wir als nächstes vorbeikommen. Er wurde Ende des 17. Jahrhundert beim Aufbau der eingestürzten Stadtmauer als Lager für Schießpulver wieder hingestellt.

Nun zum dritten Turm des Stadtbildes, dem der Kirche St. Martin, der „Leutekirche“. Die spätgotische Hallenkirche mit romanischen Bauspuren und Ersterwähnung im 8. Jahrhundert wurde Anfang des 16. neu errichtet und später barockisiert. Wir verweilen in der Altstadt mit Marktstraße, Lammgasse, kommen zum Martin-Luther-Platz mit Brunnen und stehen nochmal bei der Dreifaltigkeitskirche, wo sich die Runde schließt.

Bildnachweis: Von Clemens Pohl [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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