Leider (Aschaffenburg)

Der Hafen Aschaffenburg auf der linken Mainseite im Aschaffenburger Stadtteil Leider ist einer von sechs Standorten der Bayernhafen Gruppe. Der Hafen am Main gehört zu den rund 3.500km Wasserweg: Rhein-Main-Donau.

Der Hafen Aschaffenburg umfasst 151ha Fläche. 3 Mio. Tonnen werden hier jährlich umgeschlagen. Rund um den Hafen haben sich natürlich zahlreiche Logistikunternehmen und andere Firmen angesiedelt, so dass einige Menschen Arbeit haben.

Es gibt sogar eine Hafenbahn und ein Hafenbahnhof, der in der Zeit 1914 bis 1921 gebaut wurde. Einige Bauten sind denkmalgeschützt und stehen schmuck an der Hafenbahnhofstraße. Ein Kran und ein Betriebswerk aus der Zeit um 1921 sind auch Bestandteile der schützenswerten Bauten.

In Leider findet sich als ein historisches sakrales Bauwerk die evangelisch-lutherische Lukaskirche mit Elementen aus dem 15./16. Jahrhundert, manche sollen auch bis ins 13. zurückreichen. Der schlichte Saalbau mit dem Dachreiter war zuvor unter dem Patronat von Laurentius.

Die St. Laurentius Kirche in Leider stammt aus dem Jahr 1923 und als sie im historisierenden Stil fertig war, überließ man die alte Kirche zunächst gemeinschaftlichen öffentlichen Zwecken und 1955 wurde die einstige Kapelle zur Lukaskirche. Neben der jüngeren Laurentiuskirche steht auch das katholische Pfarrhaus aus der gleichen Bauzeit und passend zur Kirche.

In Leider gibt es auch noch das kleine Kapellschen im Leiderer Stadtweg. Es erinnert an das Siechenhaus aus dem 15. Jahrhundert. Pest- und Leprakranke aus der Stadt Aschaffenburg wurden dorthin über den Main verbannt. Das Kapellschen ist eine Station am Leiderer Kulturweg, an dem insgesamt sieben Infotafeln auf die historischen Besonderheiten hinweisen, inklusive dem Hafengebiet.

In den Mainbogen schmiegt sich südlich von Leider der Aschaffenburger Stadtteil Nilkheim. Auch er gehört zur historischen Region Bachgau, das sich südwestlich von Aschaffenburg im Mittelalter ausbreitete. In Nilkheim steht die katholische Kirche St. Kilian, die aus roten und weißen Sandsteinen in den 1950ern gebaut wurde, mit einem etwas seitlich befindlichen Turm.

In der Hofanlage ist heute das Garten- und Friedhofsamt ansässig, was sicher ganz gut passt, denn benachbart ist der Nilkheimer Park mit einigen Bauten aus der Zeit um 1800 sowie dem hierher versetzten Kastellbad Stockstadt. Der Nilkheimer Park ist ein Punkt auf der 6km langen Kulturroute durch Nilkheim und den Mainbogen.