Kreuzfelsen- und Nähberg-Rundtour (Burladingen)


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Länge: 15.29km
Gehzeit: 04:07h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Wir sind im „-ingen“-Land. Es gibt Karten, da hat jemand die Ortsnamenendungen gezählt und die -ing/en, -ung/en kommen vermehrt im Süddeutschen vor. Wir wandern von Burladingen ins nördliche Ringingen. Gammertingen ist südöstlich, Trochtelfingen östlich, Hechingen nordwestlich, westlich Bisingen mit der Burg Hohenzollern bei Zimmern.

Dieses „-ing“ ist ein althochdeutsch-germanisches Suffix und klebt sich an einen Personen- oder Ortsnamen, steht für „Nachkommen, Leute oder Sippe“. Burladingen wirbt mit der Sonnenseite der Schwäbischen Alb und gehört zum Zollernalbkreis, südlich unseres Starts entspringt die Fehla, die nach 17,5km in die Lauchert mündet.

Die ersten 1,8km der Halbtagestour führen uns sonnig steil aufwärts. Vom Parkplatz beim Friedhof schwenken wir links in die Fidelisstraße, nehmen die zweite links und schlagen Haken über die Hohe Wacht zum Kreuzfelsen hinauf und am Hölloch (Höllenstein) vorbei. Das ist eine Karsthöhle, in der Funde aus der Keltenzeit gemacht wurden.

Wer oben auf dem Kreuzfelsen unterm weißen Kreuz ist, darf runter schauen. Dort legt sich Burladingen zu Füßen. Wir wandern gen Norden, durch Mischwald, Streuobst, Wiesen und Feldflur. Kommen über das bewaldete Titusenköpfle (899m), wandern mit Flur und Wald, treffen wir auf einen Traufweg, dem wir abwärts nach Ringingen folgen.

Man könnte einen Abstecher zur Burgruine Hohenringingen auf dem Nähberg (878m) machen. Die Burg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert erbaut. Der Bergfried wurde restauriert, mit einem Dach versehen und seine 15m dienen der Aussicht. Der Blick fällt auf Ringingen, die fruchtbare Ebene, zu den Höhen der Schwäbischen Alb wie beispielsweise dem Kornbühl auf der Mittleren Kuppenalb.

Unsere Route streift Ringingen südlich, folgt der Alten Killerstraße durch abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Man wundert sich über den Namen. Burg und Dorf Ringingen gehörten um 1400 Heinrich von Killer, genannt Affenschmalz. Sowas kann man sich nicht ausdenken. Der Name taucht tatsächlich und allen Ernstes in päpstlichen Unterlagen auf.

Die Alte Killerstraße führt durch Wiesen-Feld-Flur in den Alleenweg in Richtung Killerberg (813m), der westlich von uns ist und zu dem wir auch einen Abstecher machen könnten. Wir wandern allerdings gen Süden und kommen zu einer Informationstafel zum Kulturlandschaftspreis 2000 im Naturschutzgebiet Nähberg. Wir wertschätzen durch wandern. Erleben Waldkuppe und Wacholderheiden.

Unsere Tour dreht eine Mischwaldrunde im Schutzgebiet Oberberg-Köpfle und über den Oberen Bergweg, kommt zum Nähbergweg mit der Heide zurück und per Enkweg geht’s nach Burladingen. Rathaus und Zentrum sind auf der anderen Bahnseite. In Burladingen ist übrigens der Hauptsitz des Textilherstellers Trigema.

Bildnachweis: Von Philip Hoch [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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ivw