Kleinwalsertal-Panoramarunde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑753m  ↓753m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die ersten 3km zwischen Riezlern und Hirschegg bilden auch unseren Rückweg. Die Panoramarunde, die wir gegen den Uhrzeigersinn drehen, erst westlich der Walserstraße (L201), dann östlich, schließt eine Fahrt mit der Heubergbahn ein. Der Höhenweg bietet zahlreiche Aussichten, bevor wir durch das Breitachtal zurückwandern und Kleinwalser Talsichten genießen.

Klein Walser heißt das Kleinwalsertal, weil sich hier im 13. Jahrhundert Menschen aus dem Schweizer Kanton Wallis niederließen. Das Kleinwalsertal ist umgeben von den Walsertaler Bergen, gen Norden ist das Alpenvorland, westlich der Bregenzerwald. Riezlern ist der größte Ort im Kleinwalsertal in der Gemeinde Mittelberg. Entlang der 21km langen Breitach liegen die drei weiteren Gesellen Hirschegg, Mittelberg und Baad und dort fließt die Breitach aus Turabach, Derrenbach und Bärguntbach zusammen.

In Riezlern starten wir bei den Parkplätzen an der Walserstraße beim Gemeindehaus und der Kirche Maria Opferung (1864). Sie zeigt im Inneren sehr schöne Ausmalungen, die die Mitwirkung Marias an der Erlösung der Menschen verbildlicht, was mit der Krönung Marias durch Jesus gewürdigt wird. 

Wir folgen der Walserstraße, mit Geschäften und Lokalen. Es geht am Freibad Riezlern vorbei, hinter dem ein Kurpark angelegt ist. Gegenüber dem Parkplatz der Kanzelwandbahn biegen wir in die Zwerwaldstraße ein, kommen an Gästehäusern vorbei, halten uns dann rechts und wandern den Breitachweg, der die Breitach quert. 

Wir spazieren durch die Bachaue in Richtung Hirschegg, dabei kreuzen wir die Breitach mehrfach, auch dort, wo es in den Burmi-Weg geht, mit Spiel- und Geschicklichkeitsstationen. Burmi ist ein Murmeltier, das im Kleinwalsertal Burmenta genannt wird. Interessant ist auch der Breitachübergang Leidtobelbrücke (1840), die holzverschalt und überdacht ist und durch die stabile Bauweise bereits Hochwassern trotzte.

Die Kapelle Mariahilf, wurde 1892 neu errichtet und 1919 erweitert. Sie liegt am Weg zur Pfarrkirche St. Anna (16. Jahrhundert) in Hirschegg, unserem nächsten möglichen Stopp. Dazu biegen wir nach rechts in die Dürrenbodenstraße. Die Kirche St. Anna steht gegenüber dem Walserhaus, dem Veranstaltungszentrum im Kleinwalsertal mit gläsernem Eingangsportal und Einblicken in Natur, Kultur und Geologie mit Bergschau und Skigeschichte.

Die Heubergbahn mit Sesselliften fährt ganzjährig. Sie zieht uns von etwa 1.135m auf 1.363m, wo wir im Skigebiet der Heuberg-Arena auskommen. Der Höhenweg bietet wundervolle Aussichten ins Kleinwalsertal, führt zur Zafernabahn mit Gastronomie, westlich erhebt sich der 1.795m hohe Heuberg. Mit weiteren Aussichten unterqueren wir die Walmendingerhornbahn, westlich erhebt sich das Walmendingerhorn (1.996m), östlich liegt Mittelberg. Nach etwa 7,9km haben wir bei 1.501m den höchsten Punkt der Runde.

Wir bleiben dem Höhenweg treu, nun talwärts und in Richtung Baad, per Weg Alpenwald und Baader Höhenweg. Mit ihm kreuzen wir den Rufelabach. In Baad sehen wir die kleine Expositurkirche hl. Martin (1855 geweiht). Beim Kreisel nehmen wir die Bödmerstraße und folgen der Breitach durch ihre Aue mit dem Breitachweg, der Steinbockloipe, über den Gemstelbach, an Mittelberg vorbei, sehen die verschalte, überdachte Höflerbrücke. Per Haldeweg geht’s durch Dürrenboden bei Hirschegg, biegen in den letzten Abschnitt ein, den wir bereits zu Beginn gewandert sind.

Bildnachweis: Von Nikater [Public domain] via Wikimedia Commons

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