Kilianstädten (Schöneck)

Ähnlich wie der Ortsteil Büdesheim, geht die erste Erwähnung von Kilianstädten ins 9. Jahrhundert zurück. 839 war es, um genau zu sein, als Ludwig der Fromme das Lehen Stetin seinem treuen Aeckard überließ. Von Bedeutung seinerzeit waren die Ortschaften, die seit der Gebietsreform in Hessen 1971 die Gemeinde Schöneck bilden, durch den Verlauf der Hohen Straße. Auf dem Handelsweg transportierten Kaufleute ihre Waren zwischen Frankfurt am Main und Leipzig. Auch Heere nutzen die Route, die heute von Radfahrern und Wanderern neu entdeckt wird. Noch aus der Römerzeit stammt der gemauerte Brunnen, genannt Borntaler Keller.

Kilianstädten ist Verwaltungssitz, der rund 12.000 Seelen von Schöneck, dem Büdesheim zugehörig ist und der älteste und kleinste Ort Oberdorfelden. Zwischen Kilianstädten und Oberdorfelden scheint die Nidder ein wenig zu mäandern, was den landschaftlichen Reiz der Region stärkt, die sich selbst überwiegend als Arbeiterwohnsitz beschreibt.

Kilianstädten hat eine niedliche kleine Altstadt mit gepflegten Fachwerkhäuschen zu bieten und eine evangelische Kirche aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts mit vermutlich mittelalterlichem Turm. Die romanische Pfarrkirche in Oberdorfelden wurde 1763 neu gebaut und bildet mit dem kleinen Backhaus ein nettes Ensemble.

Idyllisches Gepräge erhält Schöneck hauptsächlich durch seine Lage, die vom verspielten Verlauf der Nidder profitiert. Die höchste Erhebung ist der Teufelskopf (188m) im Kilianstädter Wald. Insgesamt liegen die Ortschaften oberhalb der Hochwasserbereiche zwischen 112 und 166m ü. NN. Die Bewohner müssen sehr begeistert sein von ihrem Fleckchen, das 2,15ha insgesamt misst, denn der Gemeindename Schöneck wurde durch eine Bürgerbefragung gefunden.