Karstwanderung zu den Sattelköpfen bei Hörningen (Naturpark Südharz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 35 Min.
Höhenmeter ca. ↑324m  ↓324m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein abwechslungsreiches Auf und Ab bietet diese Runde ins Naturschutzgebiet Sattelköpfe. Die Sattelköpfe bilden den Südhang des sogenannten Auslaugungstals der Wieda. Die Wanderung führt uns ein Stück weit durch dieses schöne Tal im südlichen Harzvorland mit der Gipskarstlandschaft, wo sich Wald, Gebüsch, Mager- und Trockenrasen sowie Dolomitfelsen und Gipsfelsen abwechseln.

Inbegriffen ist eine entsprechende Vegetationsvielfalt. Wir starten in Gudersleben auf 229m ü. NN, einem Ortsteil der Stadt Ellrich in Thüringen. Gudersleben liegt an der Wieda, einem 22km langen Zufluss der Zorge. In der Nähe unseres Starts steht die St. Vitus Kirche, eine evangelische Kirche aus Bruchsteinen und dem 17. Jahrhundert.

Entlang der Hauptstraße gehen wir in südliche Richtung und durch Holland, wo wir die Wieda überqueren. Zwischen Kleiner Steinberg und Wolfsberg halten wir uns links und gehen durch eine abwechslungsreiche Wald-, Feld- und Wiesenlandschaft, überqueren die L1039 und wandern entlang des Höhenzuges Haardt.

Wir kommen auf dem Karstwanderweg zum Igelsumpf, einem Karstgewässer, wo auch Wasser der Wieda versickert. Der Igelsumpf kann im Sommer trocken fallen und ist ein schützenswertes Feuchtbiotop im Naturschutzgebiet Sattelköpfe.

Die Sattelköpfe sind unser nächstes Ziel und sie befinden sich südöstlich von uns sowie in Richtung Hörningen. Hier genießen wir eine fantastische Aussicht über die Gipsbuckellandschaft und auf den Sattelköpfen ist auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel.

Wir tangieren den Ortsrand von Hörningen und die Wanderung bleibt abwechslungsreich bezüglich der wechselnden Landschaften in Richtung Kohnstein (335m). Östlich – wir müssten einen etwas größeren Abstecher machen – liegt die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Kohnsteinweg 20, Nordhausen). Sie war eine Außenstelle des KZ Buchenwald, wo unterirdisch in Zwangsarbeit Vergeltungswaffen produziert wurden.

Die Karstwanderung führt uns gen Norden. Östlich sind weite Teile der Natur durch den Abbau von Gips gekennzeichnet. Wir überqueren die Wieda, die ein Stück weiter in die Zorge fließt. Unser Weg führt uns an den Rand von Woffleben und wir sehen die Gleise. Nahe dieser biegen wir links in die Guderslebener Straße ein, gehen alsbald wieder rechts und schlagen einen Bogen durch die Feldflur sowie den Kammerforst, dem nördlichsten Teil unserer Rundwanderung.

Über die Lochmühle, einer früheren Mühle und einem heutigen Bauernhof, kommen wir zum Lochmühlengraben und nach Gudersleben zurück.

Bildnachweis: Von Thomas Binder [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

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