Köln-Westhoven

Südlich an Poll schließt sich hinter der Autobahn der Kölner Stadtteil Westhoven an. Ganz in der Nähe des Rheinufers steht die denkmalgeschützte Nikolauskapelle mitten im alten Friedhof. Sie wurde Anfang des 12. Jahrhunderts als Saalbau im romanischen Stil errichtet und dem Schutzpatron der Schiffer geweiht.

Deutlich jünger ist das Gut Engelshof in der Oberstraße von Westhoven. Die geschlossene Hofanlage mit dem zweigeschossigen Backstein-Herrenhaus wurde um 1880 errichtet. Heute beherbergt der ehemalige Bauernhof eine öffentliche Begegnungsstätte der Stadt Köln, das Bürgerzentrum Engelshof. Seit 1994 finden im Gut Engelshof regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen wie der Kunsthandwerkermarkt statt.

Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz hat die Stadt Köln die ca. 70ha große Westhovener Aue als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen und landschaftstypisch bepflanzt. Außerhalb der ausgewiesenen Wege darf das Gelände nicht betreten werden, da dort verbliebene Munitionsreste explodieren könnten.

Noch weiter rheinaufwärts geht Westhoven in den Kölner Stadtteil Ensen über. Mittelpunkt von Ensen ist die katholische Pfarrkirche St. Laurentius. Sie entstand 1894-96 im neugotischen Stil. Der Kirchturm ist 56m hoch, hat mehrere Ecktürmchen und einen achteckigen Helm.

Östlich liegt Gremberghoven, bekannt wegen seines großen Rangierbahnhofs, dem Drehkreuz des Westens. Er wurde 1917-24 erbaut, später mehrfach erweitert und gehört heute zu den zehn größten Verschiebebahnhöfen in Deutschland. Rund um den Rangierbahnhof Gremberg liegt die Eisenbahnersiedlung Gremberghoven. Jedes Wohnhaus verfügte über einen großen Garten zur Selbstversorgung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Eisenbahnersiedlung Gremberghofen im Original-Stil wieder aufgebaut und bildet den denkmalgeschützten Ortskern des Kölner Stadtteils.

Nordöstlich vom großen Rangierbahnhof liegt das frühere Naherholungsgebiet Gremberger Wäldchen, das ähnlich wie der Alberti-See leider durch das Autobahnkreuz Gremberg zerschnitten wird. So teilt etwa die A 559 den knapp 20ha großen Alberti-See in zwei Hälften, von dem die nördliche als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Durch das nur 72ha große Gremberger Wäldchen – einst ein beliebtes Ausflugziel von Köln – führen seit den 1970er Jahren A 4 und A 559 hindurch und trüben durch ihre Geräuschentwicklung den Besuch.

Regionaler Bezug:

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