Innerlaterns: Links und rechts der Frutz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑1019m  ↓1019m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Rundum Frutz – was ausgesprochen ein wenig nach Frust klingt, wird ein Vergnügen. Die Frutz ist nämlich ein munterer Bach und spielt die erquickliche Hauptrolle im Laternsertal, einem östlichen Seitental im Rheintal in Vorarlberg.

Die Frutz misst 19km, kommt von der Löffelspitze (1.962m) und mündet bei Koblach im Bezirk Feldkirch in den Rhein. Fließrichtung ist westwärts, zwischen Innerlaterns und Rankweil quetscht sie sich durch das Europaschutzgebiet Üble Schlucht.

Unsere Runde startet in Innerlaterns an der Laternser Straße bei der neugotischen Expositurkirche Unserer Lieben Frau Mariahilf (1909) und erstreckt sich gen Osten, mit dem Stürcher Wald nördlich und dem Wüstetobelbach südlich. Wir wandern erst aufwärts zum Wüstetobelbach an der Flanke des Hochgerach (1.985m). Ab der Querung der Frutz wird es steil, weil wir von unter 1.000m bis auf rund 1.500m klimmen.

Der Schafbödenweg bringt uns aufi zur Oberen Hensleralpe, wo Tobel entspringen, die sich zum Kuatobel formieren, um der Frutz beizufließen. Bergmischwald und Alpwiesen sowie Wasseradern kennzeichnen die nächsten Schritte, die zur Alpe Obere Wüste führen. An der Nordflanke des Hochgerach entspringen weitere Bergquellbäche, die den Wüstetobelbach formieren. Wir treffen auf einige davon, wenn wir talwärts unterwegs sind, die Aussichten in die Landschaft und Bergwelt genießend.

Die Untere Wüstealpe ist mit einer Materialseilbahn mit Gerstenboden nördlich verbunden. Weitere Bäche kreuzend stoßen wir bei der Sonntagsweide auf den Netschelweg. Wir halten uns rechts. Bei der Unteren Leuealpe können wir Wasser auffüllen. Wir queren: Leuetobelbach, Bärentobelbach, Frutz. 

Nun lassen wir uns ein Stück vom Garnitzabach leiten, wandern seiner Quelle entgegen nach Bad Laterns mit dem Badehaus, einer Kapelle (1870) und einem Gasthof. Das „Bädle“ war einst ein kleines Heilbad mit Eisen-/Schwefelquelle. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel, ohne Kurbäder gegen beispielsweise Rheuma. 

Wir wandern einen Schlenker mit der Furkastraße und begeben uns retour durch den Stürcher Wald. Über 3km etwa, kann man dem Stürcher Wald dabei zusehen, wie er Holz für die heimische Wirtschaft produziert, bevor sich die Bebauung von Inneralterns vor einem auftut.

Bildnachweis: Von Böhringer Friedrich [CC BY-SA 3.0 at] via Wikimedia Commons

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