Herbert-Roth-Wanderweg Suhl (Ostroute)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑511m  ↓478m
Herbert-Roth-Wanderweg (Suhl)

Dem bekannten Volksmusikanten Herbert Roth (1926-1983) ist der Herbert-Roth-Wanderweg gewidmet, die wir in zwei Etappen gehen wollen. Roth war der Komponist des bekannten Rennsteiglieds, das als heimliche Hymne des Thüringer Waldes gilt. Suhl war die Heimatstadt des einstigen Frisörmeisters.

Wir starten im Haseltal, westlich des Suhler Kerns, im Stadtteil Heinrichs im Schießgrund. Via Grafenleite kommen wir zum Beschussamt Suhl. Suhl hat es mit der Schießerei. Das Beschussamt ist das älteste und einzige, das am ursprünglichen Standort nach wie vor arbeitet. Seit 1891 sind Funktionsprüfungen in Deutschland verpflichtend. In Suhl ist man seit 1893 damit beschäftigt, Schießeisen und Munition zu testen.

Durch abwechslungsreiche Gefilde mit Kulturland und Wiesen biegen wir in den Herbert-Roth-Wanderweg. An Sportstätten von Neundorf vorbei treffen wir auf die evangelische Pfarrkirche im Barock (1764). Feldstraße, Alte Schleusinger Straße und Löffeltal führen uns weiter, durch Wäldchen und Wiesen sowie an Teichen vorbei. Dann geht es in die blumigen Wege, da in diesem Zipfel des Stadtgebiets die Straßen nach Blumen benannt sind. Flieder, Tulpen und Lupinen führen uns zur geschlossenen Gastronomie Alter Friedberg mit einem Aussichtspunkt.

Wir umrunden den Spitzberg (649m) und kommen dabei am Waldfrieden vorbei. Das ist ein Feriendorf mit Bungalows, Pension und Bewirtung am Rand der Jagdwaffenstadt Suhl. Nach rund 6,7km gesamt haben wir bei 650m den höchsten Punkt der Runde, von Wald umgeben. 

Nächste Zielrichtung ist der Tierpark Suhl, wir sind östlich des Stadtkerns und westlich breitet sich das Zentralklinikum Suhl aus. Weiter östlich erhebt sich der 760m hohe Döllberg mit einem Skilift. Der Tierpark Suhl hat sich auf die Haltung bedrohter europäischer Haus- und Wildtiere spezialisiert und beherbergt rund 450 Tiere aus 100 Arten aus 12 ha, eröffnet wurde er 1969. Das Zoo-Gelände wird vom Rimbach durchflossen.

Wir wandern weiter nach Lauter und auf dem Weg sehen wir östlich sich erhebend auf dem 745m hohen Ringberg eine Hotelanlage. Wer mag, macht einen Abstecher zu dem imposanten Gebäude mit heute 4 Sternen. Das einstige Ringberghaus war in den 1970ern recht umstritten, weil durch den Bau ein Teil des Ringberg-Gipfels abgetragen werden musste. Es war ein Ferienheim der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe und diente dazu Bauern einen Urlaub in den Bergen des Thüringer Walds zu ermöglichen. Dazu brauchte es einen Ferienscheck des Bauernverbands. Heute verteilen sich 290 Zimmer auf den 6 Etagen. Wir umrunden den Lauterkopf (561m) und gelangen nach Lauter an der Lauter. Hier beginnt die zweite Etappe.

Bildnachweis: Von Störfix [CC BY-SA 3.0 de] via Wikimedia Commons

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