Hennenkobel-Rundwanderweg (Zwiesel)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑467m  ↓467m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Aus der Glasmacherstadt Zwiesel geht es im großen Uhrzeigerrund über Innenried auf den Hennenkobel, einen 965m hohen Berg im Bayerischen Wald mit Gipfelkreuz und tollen Aussichten.

Über den Rabensteig wandern wir dann um Rabenstein herum, zu dem einst der Weiler Ableg gehörte. Durch Klautzenbach gehen wir zurück nach Zwiesel, wo wir einen Abstecher mit dem Thema Kultur und Natur in der Region Zwiesel im Waldmuseum anschließen könnten, nahe des Doms des Bayerischen Waldes, wie die Kirche St. Nikolaus auch genannt wird.

Die Halbtageswanderung startet am Bahnhof Zwiesel, der 1877 eröffnet wurde und dessen Empfangsgebäude unter Denkmalschutz steht. Wir passieren die Gleise und lassen uns durch die Straßennamen einstimmen: Waldesruhweg, Fichtenstraße, Ahornweg. Wir wandern nach Innenried mit der kleinen Ortskapelle aus dem Jahr 1851. Dort führt uns der Tröppelkellerweg aus dem Ort und wir biegen nach rechts in den Wald in Richtung Außenried. Vor dem Ort gehen wir erneut rechts.

Wald begleitet uns auf dem beständig aufsteigenden Weg auf den Hennenkobel. Der wird auch Hühnerkobel genannt. Nordwestlich der Höhe ist das Naturschutzgebiet Kiesau, wo bis 1880 Quarz und Feldspat abgebaut wurde. Der Quarz gelangte in die umliegenden Glashütten. Auf dem Felsgipfel des Hennenkobels stehen ein Gipfelkreuz, eine Bank und eine Schutzhütte. Vom Hennenkobel aus kann man über den Nationalpark Bayerischen Wald schauen, über Regen bis zum Großen Arber (1.456m), nordwestlich von unserem Gipfelpunkt.

Südöstlich von uns liegt der Ort Rabenstein. Wir wandern durch den Wald hinunter und treffen auf den Rabensteig beim Parkplatz Kaisersteigloipe. Die Wanderung führt uns an einer Lichtung vorbei namens Ableg. Die Ableg war bis in die 1960er Jahre bewohnt, erst von Glasmachern und Aschebrennern und später von Holzhauern. Davon sieht man heute nichts mehr. Wir wandern talwärts durch Klautzenbach nach Zwiesel zurück.

Zwiesel kann man übrigens auch unterirdisch erleben. Es gibt ein Gangsystem unter der Stadt, in dem bereits im späten Mittelalter die Menschen Zuflucht vor feindlichen Übergriffen suchten. Ein Teil der Fluchtkeller und Gänge wurde wieder freigelegt und kann besichtigt werden. Dazu ist es notwendig sich vorher bei der Touristeninformation schlau zu machen und anzumelden.

Bildnachweis: Von Konrad Lackerbeck [CC BY-SA 2.5] via Wikimedia Commons

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