Große Rundtour durch das Bahratal bei Bad Gottleuba-Berggießhübel


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Wegweiser
Länge: 25.37km
Gehzeit: 06:29h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Diese Region zu durchwandern ist immer wieder ein fantastisches Erlebnis, denn Abwechslung ist allein durch die Landschaft schon garantiert. Unsere lange Runde legt sich östlich der Kurstadt Bad Gottleuba-Berggießhübel in die Natur. Die ist im Elbtalschiefergebirge, einer Übergangszone zwischen den nordöstlichen Ausläufern des Osterzgebirges und den südwestlichen Ausläufern des Elbsandsteingebirges, verortet. Südlich verläuft die Grenze zu Tschechien.

25km ist eine Ansage für eine komplette Wanderschicht. Wem das zu lang scheint, könnte die ersten 8km, sozusagen die Nordschleife zum Ort Bahra, vertagen und gleich gen Süden wandern. Wir sind guten Mutes und nehmen alles mit. Start ist an der Rosenthaler Straße/Buchenhain. Bei einer Kleingartenanlage ist ein Parkplatz, die 18km lange Bahra fließt westlich, kommt aus dem Osterzgebirge und mündet bei Langenhennersdorf in die Gottleuba.

Die Nordschleife führt uns über den 455m hohen Wolfstein. Wir treffen auf den Bärweg, machen mit ihm einen Stich im Waldgebiet Bärenleite und wandern zum Steinbach, der in die Bahra mündet. Gegenüber ist ein Campingplatz, Gasthöfe sind im Örtchen, das wir queren, wo wir kehrt machen und auf dem Dreiweg in Richtung Ausgangsort zurückkommen. 

Wenn wir Bahra und Dorfstraße gekreuzt haben und wieder am Buchenhain sind, wandern wir gen Süden aufwärts – mit Mordgedanken, na, nicht übertreiben, es geht in Richtung Mordspitze. Die Umgebung ist abwechslungsreich, mit Wiese, Feldflur, dem Bächlein Kache und Teich. Wir kommen mit der Straße Buchenhain an der Jugendbildungsstätte Spukschloss Bahratal vorbei. „Schloss“ ist dabei als „Verschluss“ zu sehen, nicht als herrschaftliches Gemäuer. In der unruhigen Region, die mal an Böhmen, mal an Meißen verpfändet wurde, waren die Sorben und Franken mit Landwirtschaft und Bergbau beschäftigt. Die Bergbauherren siedelten ihre armen Arbeiter in Buchenhain an. Eines der ärmlichen Häuser wurde eine Schenke und in der verschlossen sich Raubritter und man erzählte sich, es spuke dort. Der Aberglaube schützte die Räuber. Das Spukschloss aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ideal für eine Bildungsstätte.

Nach rund 12km sind wir nah der Mordspitze bei 550m am höchsten Punkt der Runde. Es bietet sich ein Abstecher zum Aussichtspunkt Hartenstein an. Wir wandern durch den Wald abwärts in Richtung Hellendorf, treffen bei der Ferienanlage am Buschbach auf die Birkenallee, in die wir links einbiegen. An der Straße beim Dammrückhaltebecken Buschbach ist ein Gedenken an das Kampfmeeting der FDJ zum 20. Jahrestag der DDR. Kurz später halten wir uns rechts, wandern ein Stück in Richtung Tschechien, queren den Buschbach durch Auwiesen, mit Waldrand und Feld, queren die S173 und sind südlich des Krähenhübels (424m) durch die Felder unterwegs.

Mit Wiesen und Feldern, auf und ab, streifen wir den Bocksberg, queren den Strompelbach, wandern den Raupenweg in den Mordgrund, der vom Mordgrundbach durchflossen wird. Hier kommen wir auf die Grenzlandstraße, zwischen Hellendorf und Rückhaltebecken Mordgrundbach. Wir biegen auf die Alte Oelsener Straße. Alsbald halten wir uns rechts auf dem Waldparkweg, kreuzen einen weiteren Bachlauf, wandern durch abwechslungsreiche Kulturnatur.

Hellendorf ist rechts von unserem Weg. An den nördlichen Ortsrand treffen wir auf die Gottleubaer Straße (S171), die wir ein Stück begleiten. Gegenüber dehnt sich die Totenwiese 1813 aus. Frankreich und Russland lieferten sich bei Hellendorf erbitterte Gefechte, bei denen 2/5 der Bewohner starben, mehr Tote als Särge vorhanden waren, die schnell beerdigt werden mussten, auf der Totenwiese.

Wir kommen durch den Wald aufwärts zum Franz-Schönbach-Blick. Auf dem Weg nach Augustusberg kreuzen wir die Hohe Straße (S173). In dem Ortsteil findet sich Gastronomie. Über die S173 kommend biegen wir in die Straße Neubau. An der Wochenendsiedlung am kleinen Horn e.V. vorbei gelangen wir zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Norbert Kaiser - Selbst fotografiert [CC BY-SA 2.5] via Wikimedia Commons

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