Grenzwanderung - Über den Rosenberg (in der böhmischen Schweiz)


Erstellt von: mondim
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑502m  ↓502m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung verläuft nur einige Kilometer unweit der deutschen Grenze auf tschechischem Gebiet am Rand der "Böhmischen Schweiz" und kann von daher als Grenzwanderung  bezeichnet werden.

Die flachwellige, landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft - die Ebenheit-, wird von unserem Etappenziel dem Basaltkegel des Rosenbergs dominiert. Nördlich davon geht die Böhmische Schweiz über in durch Schluchten zerteilte Felsgebiete und steile Felswände. Als besonderer Höhepunkt der böhmischen Schweiz gilt das Sandsteintor des Prebischtors und eine Kahnfahrt in der Edmund bzw. wilden Klamm.(siehe meine Wanderung: Grenzwanderung - In der böhmischen Schweiz, Vom Prebischtor in die Wilde Klamm und Edmundklamm).

Die Wanderung startet am Ende der kleinen Ortschaft Ruzova (Rosendorf) und erklimmt den markanten Kegel des Rosenberges, der von weit sichbar ist. Seine Hänge sind dicht mit Buchenwald bewaldet. Der Aufstieg ist schweißtreibend und der Pfad teilweise sehr steil und steinig, dann aber wieder gut zu gehen. Die Aussicht auf das Umland ist beschränkt und bietet sich nur teilweise beim Aufstieg. Auf dem Plateau des Rosenberges stand bis Anfang der 30iger Jahre des letzten Jahrhunderts ein Gasthaus und ein Aussichtsturm. Das Gasthaus wurde durch einen Brand vernichtet und der Turm wenige Jahre später abgebaut. Von der hektischen Betriebsamkeit ist nichts übrig geblieben und so genießen wir die Waldeinsamkeit.

Der lange, teils steinige Abstieg endet im Dorf Kamenice. Hier gehen wir ein Stück der wenig befahrenen Ortsstraße nach Norden und biegen dann wieder auf einen Wanderweg mit Ziel "Dolsky Mlyn". Wir überqueren den Bach der Kamenice, steigen mächtig nach oben und steigen dann wieder, über eine Vielzahl von Treppenstufen, zur Ruine der Grundmühle (Dolksy Mlyn) ab. Mitten im Wald stoßen wir schon auf die typischen Sandsteinfelsen und Felsgebilde. Danach steigt es wieder bis zur wenige Häuser großen Ortschaft "Kamenicka Stran". Am Ende der Ortsstraße geht es wieder in einen schönen Mischwald.

Leicht wellig erreichen wir unser letztes Ziel die offene Sicht auf dem Pastevni vrch. Vorher führte der Wanderweg am Rand einer Ackerfläche entlang, ganz im Gegensatz zum eingezeichneten Wanderweg. Der Aussichtspunkt entschädigt einen für den gefühlten Umweg und die Mühen des Aufstiegs. Hier liegt einem quasi die gesamte Böhmische Schweiz zu Füßen mit Blicken zum Lilienstein und Teilen der Sächsischen Schweiz.

Wer mehr zum Wandern in der Böhmischen Schweiz erfahren will, dem sei der sehr gute und informative Wanderführer "Böhmische Schweiz" des Berg- & Naturverlages Rölke empfohlen.

Video zur Wanderung
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