Grenzlandmoor-Runde Tribsees


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑46m  ↓46m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Am Fluss Trebel (70km) liegt die vorpommersche Landstadt Tribsees und wir freuen uns auf eine kleine, abwechslungsreiche Runde, mit Baudenkmälern und Backsteingotik, mit verschiedenen Landschaftsbildern und dem Grenztalmoor an der Trebel. Parken kann man zwischen Trebel, die in die Peene mündet, und dem historischen Kern von Tribsees, wenn man von der Sülzer Chaussee abbiegt. Tribsees liegt ziemlich in der Mitte, zwischen Rostock und Greifswald.

Es zieht uns ins Grenztalmoor, das ist ein Regenmoor oder auch Niedermoor, das auch Rauhes Moor genannt wird. Es breitet sich zwischen Bad Sülze nordwestlich von uns und Triebsees aus. Hier erfasst uns der Zauber der von dieser besonderen Landschaft ausgeht, in der man einst noch Torf gestochen hat. Man verfolgt hier den Plan, die untypischen Waldgenossen, wie Moorbirke, Kiefer, Eiche und Eberesche durch Wiedervernässung zurückzudrängen. Wir halten die Augen auf nach Moorfrosch oder Kreuzottern. Die waren hier wohl mal so zahlreich, dass sie in den 1950er Jahren abgesammelt werden konnten, um Immunserum zu entlocken.

Über die Trebel wandern wir nach Tribsees, kommen dort am Friedhof vorbei, sind am Grammendorfer Weg, biegen von dem nach rechts ab, hinter dem Fußballplatz und vor dem kleinen Gewerbegebiet. Wir sind am südlichen Rand der Ortsbebauung und wandern zu einer weiteren Moorvisite, queren die Sülzer Chaussee, tauchen nochmal in den Zauber des Moores ein, jetzt mit größeren Gewässern. Hier kann man auch ein wenig rasten.

Dann kommen wir zur Aussicht Kronsberg, am Rand eines kleinen Wäldchens. Mit der Straße Kronsberg kommen wir wieder in bebautes Gebiet. Mit der Heinrich-Bandlow-Straße kommen wir zum Rathaus aus der Gründerzeit mit Klinkern. Durch Tribsees kommt die Karl-Mark-Straße. Wenn wir uns nach rechts wenden, kämen wir zum Steintor (Grimmer Tor) aus dem 13. Jahrhundert in gotischer Backsteinmanier.

In der Straße gegenüber dem Rathaus, wo wir nun langgehen, ist das Vorpommersche Kartoffelmuseum, vis-a-vis zur Kirche St. Thomas. Es gibt übrigens drei Kartoffelmuseen in Deutschland. Um die 55kg verbrauchte ein Bundesbürger in 2019 ca., davon die Hälfte als Pommes oder Chips. Laut Statistiken waren es 1950/51 noch 186kg. Kartoffelchips gab es da noch nicht hierzulande.

Die St. Thomas Kirche fällt durch den mächtigen Turm ins Auge, der stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Die weiteren Gebäudeteile sind aus dem 15. Jahrhundert. Wir gehen zurück zur Karl-Mark-Straße und wandern Richtung Ausgangsort. Dabei unterschreiten wir das Mühlentor (Stralsunder Tor), mit den Staffelgiebeln, die man von der Feldseite aus recht hübsch zu sehen bekommt. Es ist das zweite noch erhaltene Wehrtor.

Bildnachweis: Von Hobbyfotograf J [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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