Glasschleifererweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 64 km
Gehzeit o. Pause: 15 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑1358m  ↓1358m
Glasschleifererweg im Oberpfälzer Wald

Entlang der Flüsse Pfreimd, Goldbach, Tröbesbach und Zottbach entspannt sich der Glasschleifererweg, vorbei an mehr als zwanzig ehemaligen Glasschleif- und Polierwerken im Oberpfälzer Wald. Immer entlang der tschechischen Grenze gibt es allerlei Sehenswertes rund um dieses faszinierende Handwerk zu bestaunen.

Der Glasschleifererweg führt auf rund 65 Kilometern durch die hügelige Mittelgebirgslandschaft des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald. Die vielen ehemaligen Glasschleif- und Polierwerke, die auf der Wanderung passiert werden, zeigen eindrucksvoll, wie Wasserkraft einst zur Veredelung von Glas genutzt wurde.

Den Glasschleifererweg in fünf Etappen wandern

Der Glasschleifererweg kann in fünf Etappen gewandert werden. Die erste beginnt in Gehenhammer, wo die mehr als 160 Jahre alte Mühle Gehenhammer bestaunt werden kann. Sie ist noch voll funktionsfähig und beherbergt heute ein informatives Mühlenmuseum.

Auf dem weiteren Weg in Richtung Mangelsdorf führt der Weg an einer Papiermühle vorbei, in der einst Büttenpapier hergestellt wurde. In der Nähe ist die Hagenmühle zu finden, in der ein Glasschleifwerk besichtigt werden kann. Weiter geht es über Oberbernrieth und Unterbernrieth hinauf zum Pfifferlingsstiel, wo den Wanderer eine wunderbare Aussicht erwartet. Das Tagesziel ist schließlich in Pleystein erreicht.

Etappe zwei beginnt in Pleyenstein und führt nach Böhmischbruck. Auf dieser Strecke erleben wir die atemberaubende Natur des Oberpfälzer Waldes hautnah und genießen außerdem zahlreiche Gelegenheiten, kulturhistorische Sehenswürdigkeiten rund um das Glasschleiferhandwerk zu bestaunen.

Auf der dritten Etappe führt der Wanderweg von Böhmischbruck nach Eslarn. Diese Etappe gilt als die anstrengendste, da sie einige Steigungen beinhaltet. Besonders eindrucksvoll präsentieren sich die Wasserfälle nahe des Stückbergs. Von diesem können Wanderer zudem einen fantastischen Ausblick genießen. Das Etappenziel Eslarn hat ebenfalls einen sehenswerten Ortskern, der zu weiteren Besichtigungen einlädt.

Von Eslarn nach Waidhaus wandern wir auf der vierten Etappe des Glasschleifererwegs. Entlang der tschechischen Grenze führt die Wanderstrecke über den Teufelsstein und den Goldberg sowie durch den Pfrentschweiher, einem mittelalterlichen Stausee, der heute kein Wasser mehr führt. Angekommen in Waidhaus beginnen wir hier die letzte Etappe, die zurück nach Gehenhammer führt. Dabei kommen wir an Frankenreuth vorbei, das zu einer ausgiebigeren Erkundung einlädt. Eine letzte einsame Wegstrecke bringt den Wanderer zurück zum Ausgangspunkt des Rundwegs.

Bildnachweis: Von Allexkoch [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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