Geopark-Pfad Rothenberg-Runde (Oberzent im Odenwald)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑357m  ↓357m
Kein Wegzeichen hinterlegt

„Wasserarmut in einem regenreichen Gebiet“ ist diese Runde (gelbes L) um Rothenberg betitelt. Insgesamt kann man sich entlang dem 26km langen Themenweg dem Wasser widmen. Wir wählen eine 10km Runde, ganz ohne Durststrecke, werden Quellen, Wald und Wiesen erleben. Rothenberg ist ein Stadtteil von Oberzent im südhessischen Odenwaldkreis.

Start ist südlich von Rothenberg der Naturparkplatz Hömrichsbrunnen. Da gibt es den oberen und unteren Hömrichsbrunnen. Wir queren die Straße Am Röderwald und wandern auf dem Lehrpfad, durch Wald hinab. Nach knapp 1,5km sind wir beim Himmelreichbrunnen. 

Bergab wandernd lichtet sich der Wald und man schaut über das im Tal liegende Ober-Hainbrunn im Finkenbachtal. Das liegt westlich von uns, die wir gen Norden mit Wald und Wiesen wandern und etwas zur Wiesenwässerung in Erfahrung bringen können oder zu Waldquellen.

Nach fast 5km erreichen wir die bemooste Sandsteinanlage Matzenbrunnen. Die Quelle sicherte den Rothenbergern im 19. Jahrhunderten das Leben, als die oberhalbgelegenen Brunnen des Öfteren trockenfielen. Bergan wandern wir durch den Heiligenwald und durch die ersten Weiden nach Rothenberg.

In Rothenberg kommen wir zum Krämersbrunnen und könnten bei der Kirche St. Martin rasten. Das Problem der Rothenberger Wasserversorgung hängt mit dem durchlässigen Boden und mit dem Quellhorizont zusammen. Menschen weit oberhalb des Quellhorizontes, wo auch keine Schachtbrunnen mehr halfen, hatten zum Wasser oft weite Wege zu bewältigen. Die Technik half. Es wurden Wassermotoren eingesetzt und Pumpenhäuser gebaut, ein Hochbehälter ebenfalls.

Hoch wandern wir weiter durch den Ort. Hinter dem Kindergarten ist der Eckbüschelbrunnen. Seine Geschichte erfährt, wer in den Hof geht. Wir verlassen den Ort in Richtung Kortelshütte und kommen über die offene Höhe der Heumatte. Dann streifen wir einen Segelflugplatz. Eine Tafel berichtet von fruchtbaren Hochflächen und Himmelsaugen. Kurz drauf biegen wir hinter einer Schutzhütte rechts ein, wandern durch den Wald und kommen über ein Treppengässchen durch Kortelshütte hinab, nicht ohne noch etwas über Waldnutzung zu erfahren. Kurz drauf sind wir am Hömrichsbrunnen wieder angelangt.

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