Gadebusch-Rundgang (mit Burgsee und Schloss Gadebusch)


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Länge: 4.14km
Gehzeit: 01:01h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Das wird ein erquicklicher Spaziergang rund um Gadebusch mit seinem Burgsee, dem Herrenbrunnen und dem Damenbrunnen sowie dem Schloss Gadebusch. Die Stadt Gadebusch hat für Gäste einen Audio-Guide in petto, der an 17 Stationen vorbeikommt und die Örtlichkeiten schildert. Auch findet sich für einen Spaziergang mit Kindern ein gestalteter Märchenweg. Gadebusch ist Mitglied der Sagen- und Märchenstraße Mecklenburg-Vorpommern.

Die Stadt Gadebusch hat knapp 5.500 Einwohner, das Amt Gadebusch mit weiteren sieben Gemeinden 10.200. Das Städtchen liegt auf halber Strecke zwischen Lübeck und Schwerin. Ein Zug kommt auch vorbei, an der Strecke Schwerin-Rehna, und wir starten am Bahnhof Gadebusch, mit seinem Empfangsgebäude von 1897 in dem ein Restaurant zu finden ist. Gegenüber ist ein Brunnen nebst Froschkönig.

Wir wechseln die Gleisseite und wandern hinauf durch den Wald zur Freilichtbühne Gadebusch gegenüber der Schützenzunft. Durch den Stadtwald wandern wir wieder abwärts, kommen erneut ans Gleis und darüber, sind in der Lindenallee und halten uns in Richtung Burgsee. Wir treffen auf das Denkmal 7-Jahrhundertstein der zur 700-Jahrfeier der Stadt aufgestellt wurde.

Wir sind schon wieder in Richtung Bahnhof unterwegs und begegnen weiterer Geschichte und Märchen. Die kleine Meerjungfrau, Rumpelstilzchen, ein Spielplatz am Burgsee, ein Brunnen und ein Sowjetisches Ehrenmal geben sich hier die Ehre. Wir wandern entlang dem rund 5ha messenden Burgsee, der zu unserer Rechten ist. Hase und Igel treffend kommen wir per Brückchen über eine Schmalstelle am südlichen Burgsee und streben dem Schloss Gadebusch entgegen.

Das Schloss Gadebusch wird baulich als ein Beispiel der Backsteinrenaissance beschrieben. Backsteingotik ist uns ja schon ein Begriff geworden, bei unseren Wanderungen in der Region, die uns an einigen Sakralgebäuden ab dem 13. Jahrhundert vorbeigeführt haben. Backsteinrenaissance bezeichnet die Bauzeit des Schlosses aus dem Jahr 1573, wobei der Übergang von Gotik zu Renaissance beinahe fließend verlaufen ist. Ein Unterschied zur Gotik ist die Gliederung der Fassaden in der Höhe. Wenn wir näher schauen, sehen wir auch reichen Fassadenschmuck mit Reliefplatten.

Der Ort ist geschichtsträchtig: slawische Ringwallburg, mecklenburgische Fürstenresidenz, herzoglicher Verwaltungssitz, zu DDR-Zeiten ein Museum, Internat, Verwaltungsgebäude und Amtsgericht. Der bekannte Liedermacher Wolf Biermann war hier im Internat und machte 1955 Abitur. Es wurde privatisiert, ging an einen Verein zur Nutzung und unter den Hammer. Die Stadt Gadebusch bekam es und will/muss sanieren, sonst passt es irgendwann auf ein Kehrblech. Ein Förderverein hat sich gegründet.

Wir schlendern über den Markt und kommen zur Stadtkirche St. Jakob und St. Dionysius im Stil der Spätromanik mit Baubeginn 1215. Wir sehen Backstein. Das Gesamtensemble mit Rathaus und Stadtinfo ist ganz hübsch. Der Bahnhof ist nicht weit.

Bildnachweis: Von Dickelbers [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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