Fürstenweg Oettingen


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑450m  ↓450m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf adeligen Pfaden wandern wir von Oettingen in Bayern durch die Naturlandschaft am Riesrand entlang, zur Höhe Rossfeld, mit Wiesen und Feldern zum Weiler Lohe. Wir kommen durch Dornstadt zum Jagdschloss Hirschbrunn, wandern ins Tal der Wörnitz, kommen durch Lochenbach und Lehmingen in den Kern von Oettingen mit dem Residenzschloss des Fürsten zu Oettingen-Spielberg, dem Völkerkundemuseum, der Kirche St. Jacob und dem Fürstlichen Hofgarten.

Start ist der Krankenhausparkplatz in Oettingen (Am Weinberg). Oettingen liegt an der Wörnitz und vermarktet sich als romantische Residenzstadt im Ries, denn sie war einige Jahrhunderte lang Hauptsitz der Grafschaft Oettingen und in Oettingens Altstadt sind einige Schmuckstücke zu bewundern – am Schluss der Runde.

Nun geht es erstmal über die hügelige Landschaft des Riesrandes gen Norden. Bald sind wir von den Wiesen am Riesrand umgeben, mit Baumgruppen und Feldern, wandern zum Roßfeld hinauf, der Blick schweift über Magerrasenflächen. Den Weiler Lohe im Blick haben wir bei 506m nach rund 4,2km den höchsten Punkt und kommen durch Lohe mit dem Holunderhof Lohe, der Kräuter- und Eselwanderungen anbietet.

Durch die Kulturnatur wandern wir an den Weihergraben hinab und kommen nach Dornstadt und Hirschbrunn mit dem hübschen Jagdschloss Hirschbrunn, nebst der Schlosskapelle Mariä Himmelfahrt. Das Ensemble haben wir von weitem schon gesehen. Schloss Hirschbrunn ist ein dreigeschossig aufragender Bau mit Treppengiebeln (um 1600) der Grafen Oettingen-Oettingen und Oettingen-Wallerstein. Ende des 17. Jahrhunderts wurde es an den Grafen Oettingen-Spielberg verkauf, der 1692 die Kapelle bauen ließ. Noch immer sind die Grafen Besitzer. Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich, aber die Schlosskapelle mit Barockaltar.

Rund 8km des Wegs haben wir und wandern nach kurzem auf hinab ins Wörnitztal, entlang Waldrands und Feuchtgebiet. Wir haben dabei Blick auf die einstige Klosterkirche sowie in die Wörnitzauen zwischen uns und Auhausen. Unsere Route führt nach Lochenbach, wo wir über den Weihergraben kommen. Durch die Auen der Wörnitz wird Lehmingen mit dem Kirchlein St. Martin erreicht. Wir gehen durch das Örtchen und wandern, mit Waldrändern, Feldern und Streuobstwiesen, zum Roßfeld hinauf.

Den Riesrand hinab kommen wir ins Herz der romantischen Residenzstadt und schauen deren historische Schätze an: Das Schloss Oettingen im Besitz der Fürsten Oettingen-Spielberg wurde nach 8 Jahren Bauzeit 1687 fertig. Im barocken Festsaal finden Konzerte einen würdigen Rahmen. Barock und Rokoko in Stuck, Ausmalung und Möblierung kann man sich per Führung (Eintritt) anschauen. Über Geschichte gibt auch gegenüber das Völkerkundemuseum Auskunft.

Ins Ensemble integriert sich die evangelische St. Jakob Kirche mit Wurzeln im 14. Jahrhundert. Vielleicht ist auf dem angrenzenden Dach gerade Betrieb im Nest, denn Oettingens Fürsten hatten ein Faible für Störche. In der Schlossstraße flaniert es sich an schmuck hergerichteten Häusern (18. Jahrhundert) mit Schweifgiebeln entlang. Herausragend ist das Rathaus Oettingen aus Fachwerk mit Baubeginn 1431. Wir umrunden den Fürstlichen Hofgarten an seiner Südseite und kommen zum Ausgangsort zurück. Ganz nah ist übrigens auch die Brauerei Oettingen.

Bildnachweis: Von Andreas Praefcke [CC BY] via Wikimedia Commons

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