Fasanerie Groß-Gerau

Südlich der Innenstadt von Groß-Gerau liegt der Stadtteil Dornberg mit der Fasanerie. Die Fasanerie Groß-Gerau ist ein bewaldeter Park mit Weiher, altem Baumbestand und einem kleinen Tiergarten.

1722-26 wurde die Fasanerie angelegt und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Die Fasanerie gehört zum Schloss Dornberg, vom dem Reste erhalten sind und das eine Station des Regionalparks Rhein-Main ist. Schloss Dornberg zeigt sich mit einem Torbau der Kernburg aus Stein und ein Teil aus Fachwerk und einem Torbau der Vorburg mit schmückendem Fries. Die Schlossanlage der hessischen Landgrafen fußt auf einer einstigen Wasserburg. Deren Spuren verweisen auf das 12./13. Jahrhundert. Der Schlossausbau fand im 15. Jahrhundert statt. 1689 brannten französische Truppen das Schloss ab. Die Steine fanden unter anderem im Mauerbau der Fasanerie Verwendung.

Auf dem Gelände der Fasanerie, die übrigens von einer Mauer umfasst ist, deren Steine vom einstigen Schlosses Dornberg stammen, ist der nur 2ha große Tiergarten Groß-Gerau mit rund 75 Arten und 500 Tieren. Private Förderer gründeten ihn 1958. Ziel ist, die heimischen Tiere und Nutztiere sowie einige aus dem europäischen Umland den Menschen näherzubringen. Schafe, Ziegen, Esel, Hühner, aber auch Wildkatzen zählen zum Bestand. Auch Flamingos, Pfaue sowie Papageien sind vertreten und es gibt einen Streichelzoo.

Zum Zwecke der Jagd und Entspannung – allerdings galt die wohl weniger den Beutetieren – diente die Fasanerie der Herzöge von Darmstadt und den illustren Gästen des Adels. Damals legte man auf Fasan an, aber auch Rotwild und Damwild kamen unter Beschuss. Diese Wildtiere wurden eigens zuvor dort hingeschafft und angesiedelt. Der Park, der auch Spielplätze anbietet, ist ein beliebtes Naherholungsziel für die Groß-Gerauer – und nun wirklich ein Ort der Entspannung – ohne gespannten Hahn und mit einem Weiher.