Ernsthausen (Rauschenberg)

Kurz bevor der 9km lange Hatzbach in die Wohra mündet, liegt zwischen Rauschenberg und Wolferode das kleine Dörfchen Ernsthausen. Im Ort zieht die kleine evangelische Fachwerkkirche die Blicke auf sich. Die Dorfkirche stammt aus dem Jahre 1720 und zeigt im Innenraum eine schlichte Einrichtung im sogenannten Bauernbarock. Vor allem die Kanzel sticht mit dem großen und auffällig gedrehten Fuß sofort ins Auge. Die Dorfkirche Ernsthausen wurde 1999-2005 umfangreich saniert und in die alte Farbgebung zurückversetzt.

Eine zweite Kirche liegt auf einer Anhöhe vor dem Friedhof. Diese Elisabethkirche wurde im frühen 16. Jahrhundert erbaut, wobei bereits 300 Jahre vorher an dem Standort eine kleine Pilgerkirche stand. Sehenswert sind in der Elisabethkirche die neugotischen Glasmalereien im Chor und eine Marienglocke aus vorreformatorischer Zeit, welche die eigentliche Kostbarkeit der Kirche darstellt.

Nahe Ernsthausen, in einem Seitental der Wohra, dem Hundsbachtal, liegt die abgegangene Burg Hundsbach. Erstmals taucht die Burg, die wahrscheinlich eine Turmburg war, 1332 in den Urkunden auf, als der Ritter Johann von Riedesel die Burg vom Grafen von Ziegenheim als Lehen bekam. Wahrscheinlich wurde die Burg etwa 1353 zerstört, weil sie als Basis von Straßenräubern diente. Heute sind nur noch geringe Reste der Burg erkennbar, etwa zwei parallel laufende Dämme zur Absperrung des Tals.