Durchs Lauteracher Ried


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑62m  ↓62m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Heute erleben wir eine besonders Naturlandschaft mit jahrtausendealter Landschaftsgeschichte. Das Lauteracher Ried, in den Gemeinden Lauterach und Hard in Vorarlberg, ist eine Kulturlandschaft, die durch landwirtschaftliche Nutzung in ihrem Zustand erhalten wird, in diesem Fall durch extensive und intensive Nutzung, die sich abwechselt.

Wir haben im nördlichen Teil des Lauteracher Rieds einen üppigeren Baumbestand mit Birken und Eichen und im offeneren südlichen Bereich eine gehölzarme Moorlandschaft. Das Lauteracher Ried erstreckt sich südlich von Bregenz und ist nahe der A14 gut zu erreichen. Etwas weiter südlich ist Dornbirn.

Wir starten beim Parkplatz an den Sportanlagen (Wolfurt-Lauterach). Das Lauteracher Ried ist als Europaschutzgebiet (Natura-2000) eingetragen. Schutzziele sind, die offene Riedlandschaft südlich zu erhalten, die parkartige Baumlandschaft nördlich, durch die abwechslungsreiche landwirtschaftliche Nutzung die Kulturlandschaft in dieser Art zu erhalten, auch diese Flur im unteren Rheintal über die Zeit zu retten, nebst den geschützten Streuwiesenflächen. 

Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn, um uns dieses einmalige Gebiet zu erschließen und erkunden zunächst den südlichen Teil. Im nacheiszeitlichen „Rheintal-Bodensee“ des Lauteracher Rieds ist das größte Torflager Vorarlbergs erhalten, deren Torfschicht bis zu 6m dick sein kann. Wir treffen an der Seestraße auf den Jannersee, der außerhalb der Schutzzone ist und auch eine Jausenstation anbietet. Der Jannersee entstand durch einstigen Kiesabbau und mauserte sich zum Badesee.

Wir begleiten das Wasser des Birkengrabens, folgen weiterhin der Grenze des Schutzgebietes, treffen auf die Dornbirner Ach und queren dann das Areal durch die offene Riedlandschaft mit den ausgedehnten und parzellierten Wiesen- und Ackerflächen, mit nur wenig Gehölzen, lassen uns von der interessanten Kulturlandschaft einfangen und kehren zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von böhringer friedrich [CC BY-SA 2.5] via Wikimedia Commons

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