Durch die Wolfsklamm zum Kloster St. Georgenberg


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Länge: 8.14km
Gehzeit: 03:52h
Anspruch: schwer
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

In der Gemeinde Stans am Inn startet die ereignisreiche Wanderung hinauf durch die Wolfsklamm mit dem Stanserbach zum Wallfahrtsort St. Georgenberg. Erhaben über dem Inntal gibt es bereits seit dem 10. Jahrhundert hier im Karwendel das Kloster, das im 12. Jahrhundert zur Benediktinerabtei erhoben wurde. Das Kloster St. Georgenberg steht im Osten des ausgedehnten Naturparks Karwendel.

Stans liegt im Unterinntal, der Stanser Bach (Stanserbach) fließt durch den Ortskern, der auf einem Schwemmkegel des Bachs entstanden ist, in den Inn. Durch Stans kommt ein Stück Jakobsweg. Wir beginnen bei der Laurentiuskirche nebst Friedhof unsere Wanderung. Die Alte Pfarrkirche Stans wurde im gotischen Stil 1505/10 gebaut, 1726 barockisiert, 1896 wurde sie entweiht. Im gleichen Jahr wurde die Herz-Jesu-Kirche im Stil der Neugotik fertig. Sie ist im Ort.

Wir gehen ins Dorf und biegen vor der Bank nach rechts und gehen der Quelle des Stanserbachs entgegen, ansteigend durch die faszinierende Wolfsklamm, wo sich der Bach ins Dolomitgestein ein Bett gemacht hat. Die touristische Erschließung der Wolfsklamm war bereits 1901. Die mautpflichtige Klamm kann von Mai bis Oktober erlebt werden. Wir überwinden unterwegs zahlreiche Stufen, wir genießen das Lichterspiel und die Luftfeuchtigkeit, schlüpfen unter Felsvorhängen durch, queren Stege, das Wasser säuselt, platscht, stürzt sich laut rauschend in die Tiefe, kann aber auch anders, wie an der kleinen Badestelle.

Wir verlassen den Stanserbach, um dem Georgenbach ein Stück zu begleiten. Dabei kommen wir über die schöne Hohe Brücke, mit einer Prise Burgenromantik, herrlicher Aussicht und Dach überm Kopf, und auf den Georgenberg mit der Lindenkirche, einem Freialtar und der Kirche St. Georgenberg nebst Wallfahrtseinkehr.

Die Lindenkirche stammt aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert, die Georgenkirche erhielt ihre wesentlichen Züge Mitte des 17. Jahrhunderts. Der steinerne Turm ist von 1515, im 18. Jahrhundert erfolgte Barockisierung. Die Geschichte der Georgenkirche begann um 950. Ihr heutiges Aussehen geht auf die Zeit von 1654-1660 zurück. Der glanzvolle und prächtige Hochaltar stammt aus dem 18. Jh. und man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Fresken, Kanzel, Gold, Stuck, ein Fest für Handwerkskünste.

Auf unserem Rückweg kommen wir über den Stanserbach. Wir wandern in Richtung Bauhof. Es gibt auch einen Kreuzweg über eine Freiungssäule, der biegt von unserem Routenvorschlag ab, käme aber auch wieder auf unserer Tour aus und zwar beim Jerusalemer Kreuz an der Straße Fiecht. Auf dem letzten Abschnitt nach Stans begleitet uns der Schwarzbrunnbach.

Bildnachweis: Von Wolfgang H. Wögerer, Wien [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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