Durch die Üble Schlucht im Laternsertal (Vorarlberg)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑549m  ↓549m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein Rauschen und Tosen, mal sprühen die Tropfen, mal gurgelt und sprudelt das kraftvolle Wasser. Die Üble Schlucht ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, gerade mal 500m lang, aber sehr tief hat sich hier das Wasser der Frutz in die Felsen eingegraben.

Übel war die Schlucht an dieser Engstelle vor allen Dingen für die Flößer, die die Frutz nutzten um Baumstämme ins Rheintal zu schaffen. Man kann es sich kaum vorstellen – welch Strapazen! Wichtig vorher: Erkundigen, ob die Klamm geöffnet ist, da sie bisweilen aufgrund von Steinschlaggefahr gesperrt wird.

Von Laterns aus erwandern wir das Europaschutzgebiet Üble Schlucht, das insgesamt etwa 7,6ha ausmacht. Laterns im Laternsertal ist beinahe ein Geheimtipp für Wanderer, die abseits vom Massentourismus Vorarlberg genießen wollen. Die Üble Schlucht setzt nochmal einen drauf, da sie nicht nah an bequemen Verkehrswegen liegt. Wir parken an der Laternserstraße und verlassen über den Wiesweg die Bebauung.

Es geht hinab durch die Landschaft mit Wald und Bächen, die zur Frutz fließen, die wir queren. Hinauf geht es über den Krömerstobel, wo wir nach rechts auf den Netschelweg biegen. Auf dem bleiben wir die kommenden 1,8km, wandern im munteren Auf und Ab zur Üblen Schlucht.

Nach etwa 4,1km betreten wir das Europaschutzgebiet Üble Schlucht an dessen Westseite und tauchen ins Tal der Frutz ein. Man staunt nicht schlecht über die senkrechten und überhängenden Felswände ausKieselkalk, der zwar sehr hart ist, aber über die Jahrtausende dem an sich weichen Wasser wohl nichts entgegenzusetzen hatte

Mit Trittsicherheit, gutem Schuhwerk und Obacht, kommt man auch über glitschige Stellen, Seilsicherungen, Tritte und Stiegen helfen. Man trifft auf üppige Vegetation von Moosen und Farnen, die es kühl und feucht lieben. Neben den schnell fließenden und tosenden Abschnitten der Frutz gibt es auch Kolke, in denen Bachforellen sich wohl fühlen. Wir queren die Frutz und begleiten sie gen Osten. Nach etwa 4,8km verlassen wir das beeindruckende Schutzgebiet.

Durch Wald und über den Häberlebach wandern wir nach Laterns. Die St. Nikolaus Kirche ist die älteste Kirche im Laternsertal, erstmalig als Kapelle 1411 genannt. 1502 entstand eine größere Kirche, die in den folgenden Jahrhunderten Aus- und Umbauten erlebte. Drumherum ist ein Friedhof. In der Nachbarschaft sind das Gemeindeamt sowie ein Gasthaus. Bis zum geparkten Wagen sind es nur noch rund 500m.

Bildnachweis: Von Kanisfluh [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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