Duisburg-Mündelheim

Der Duisburger Stadtteil Mündelheim ist ein ehemaliges Fischerdorf im großen Rheinbogen zwischen Kaiserswerth und Ruhrort. Der einst von Landwirtschaft und Fischerei geprägte Ort, der südlich an Wittlaer grenzt, ist durch einen Rheindeich vom Vater aller deutschen Flüsse abgetrennt.

Nördlich am Rhein liegt die Rheinaue Ehingen mit zwei Dünen, die aus der letzten Eiszeit übrig geblieben sind. Die Dünen haben eine Höhe von um die 40m und werden auch Ehinger Berge genannt. Wenn die Hochwasser die Menschen bedrohten, fanden sie dort Zuflucht. Im Mündelheimer Rheinbogen liegen ausgedehnte Felder und Wiesen, die Rhein und Bebauung voneinander trennen.

Südlich der B 288 und rund um die katholische Pfarrkirche St. Dionysius liegt ein Teil des alten Mündelheims mit dem Oberdorf. Weithin sichtbar prägt der trutzige Turm des Gotteshauses das Ortsbild. Bereits im 9. Jahrhundert wurde die Region christianisiert. Die heutige St. Dionysius Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird als spätstaufische Gewölbebasilika bezeichnet. Im Inneren sind einige Kapitelle reich verziert und es hat sich eine Freskomalerei aus dem 14. Jahrhundert erhalten, als Rest eines Zyklus, der leider durch Kriegsschäden vernichtet wurde.

Geht man von der Kirche in westliche Richtung kommt man zum Rhein und zum Übergang der Krefeld-Uerdinger-Brücke. Krefeld-Uerdingen liegt nämlich auf der linksrheinischen Seite und kann über die Brücke, die die Bundesstraße 288 führt, erreicht werden. Sie wird auch Uerdinger Rheinbrücke genannt. Das Bauwerk misst 860m und wurde 1936 fertiggestellt. 1945 wurde sie von alliierten Truppen gesprengt, dann unter Verwendung alter Bauteile neu errichtet. Die Uerdinger Brücke liegt an der Themenroute Industriekultur am Rhein.