Die Natur einfangen: Tipps für die nächste Fotowanderung

Wenn man draußen in der Natur unterwegs ist, dann versucht man sie mit allen Sinnen in sich aufzunehmen. Zu Hause in den eigenen vier Wänden ist der Zauber doch bald wieder verflogen. Deutlich nachhaltiger wird die Naturdosis, wenn man sie mit der Kamera einfängt. So kann man sich die wundervollen Momente der letzten Tour immer wieder vor Augen rufen.

Manche Wanderrouten in Deutschland haben sogar den Ruf geradezu prädestiniert für Hobbyfotografen zu sein. Will man gute Bilder unterwegs im Freien machen, braucht man allerdings nicht nur eine gute Kamera, sondern sollte noch einige andere Dinge beachten. 

Vorbereitung auf den Kameraausflug

Auf eine Fotowanderung sollte man sich nicht unvorbereitet machen. Am wichtigsten ist, dass man sich bereits im Vorfeld mit seiner Kamera vertraut gemacht hat. Denn es gibt doch nichts Schlimmeres, als wenn man unterwegs ein tolles Motiv findet, der Moment aber ganz schnell vorbei ist, weil die Kamera nicht schnell genug einsatzbereit war. Da hilft nur, dass man sich im Vorfeld ganz in Ruhe mit sämtlichen Knöpfen und Funktionen vertraut macht. 

Für die verschiedenen Motive, die einem wohl unterwegs begegnen werden, ist es eine Überlegung wert, verschiedene Objektive mit auf die Wanderung zu nehmen. Wenn man in erster Linie Landschaften fotografieren will, eignet sich ein Weitwinkelobjektiv am besten. Für scheue Wildtiere, die man von einer großen Entfernung aus fotografieren kann, empfiehlt sich ein Teleobjektiv. Spezielle Zoomobjektive können einem aber auch das Mitschleppen mehrerer Objektive ersparen, da man hier deutlich flexibler ist. 

Ein Stativ ist zwar immer ganz praktisch, wenn man es dabei hat. Allerdings nimmt das doch ziemlich viel Platz im Rucksack ein. Im schlimmsten Fall muss man es sogar noch in der Hand mit sich herumschleppen. Besser ist es doch, wenn man sich mit den örtlichen Begebenheiten anfreundet. Steine, Felsen oder stabile Äste können als Ersatz für ein sperriges Stativ dienen. 

Wenn man so viel teures Equipment mit sich in der Natur herumschleppt, sollte man sich zudem gut versichern. Denn gerade draußen, ist man nicht unbedingt vor Wind und Wetter geschützt. Für den Fall der Fälle, findet man online speziell für wertvolle Fotoausrüstungen passende Versicherungen, wie sie beispielsweise von der Zurich angeboten wird. Dabei wird die Ausrüstung unter anderem gegen höhere Gewalt oder Diebstahl abgesichert. 

Tipps für die Outdoor-Fotografie

Im Prinzip ist es zwar möglich einfach die Kameraausrüstung einzupacken, rauszugehen und drauflos zu knipsen, allerdings wird man sich dann im Nachhinein wohl weniger an dem Ergebnis erfreuen können. Einige Fotografie-Basics sollte man schon beachten, damit aus dem Schnappschuss ein waschechtes Foto wird. 

Das Wetter und die Jahreszeit

Wenn man draußen fotografieren möchte, ist man selbstverständlich von den Witterungsverhältnissen abhängig. Nicht nur Regen, sondern auch andere Niederschläge sowie Kälte und Hitze können der Kamera und einem selbst zusetzen. Des Weiteren wird dadurch das Foto selbst beeinflusst. Im Sommer kann eine Landschaft besonders interessant wirken, wenn sich beispielsweise der Sonnenschein mit einer schwarzen Gewitterfront mischt. Im Herbst bieten die bunten Blätter an den Bäumen tolle Motive. Der Winter taucht mit seinem Frost alles in ein strahlendes Weiß. Jede Jahreszeit hat so ihre Vor- und Nachteile. 

Die Tageszeit

Besonders beliebt bei Fotografen ist die goldene Stunde bei klarem Himmel. Das ist die Zeit kurz bevor die Sonne aufgeht oder bevor sie am Abend wieder untergeht. Dann wird der Himmel in ein golden rötliches Licht getaucht, was sich besonders gut auf Fotos macht.

Mit Perspektiven spielen

Wenn man ein Foto von der Landschaft macht, kann es schnell passieren, dass es langweilig und eher eindimensional wirkt. Objekte im Vordergrund oder sogar Personen machen das Motiv dynamischer und bringen Tiefe ins Bild. Will man ein Tier fotografieren sollte man mit sehr viel Tiefenschärfe arbeiten und wenn möglich nur einen Ausschnitt des Tiers fokussieren. Besonders imposant wirkt das Motiv, wenn man es möglichst von unten ablichtet. 

Tolle Wanderrouten für tolle Fotos

Mittlerweile kann man sich diversen Fotowanderungen anschließen. Das kann sich vor allem für Einsteiger lohnen, da die Guides nicht nur die besten Orte für die schönsten Motive kennen, sondern einem auch noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben können. Tolle Angebote findet man beispielsweise im Nationalpark Harz und im Naturpark Kyffhäuser. Hier kann man sogar an Fotowanderungen teilnehmen, die sich speziell an Einsteiger richten. 

Wenn man sich auf eigene Faust auf den Weg machen will, ist das natürlich möglich. Plant man beispielsweise Tier in ihrem natürlichen Lebensraum abzulichten, bietet sich eine Fotowanderung im Nationalpark Bayerischer Wald an. Hier kann man beispielsweise Luchse und Rehböcke vor die Linse bekommen. 

Ein beeindruckendes Naturschauspiel kann man im Schwarzwald fotografieren. Die Triberger Wasserfälle sind mit 163 Metern die größten Wasserfälle im Schwarzwald. Im Rahmen einer Rundwanderung kann man sich der Sache aus vielen verschiedenen Perspektiven nähern, was gleichzeitig sehr viel Spielraum zum Ausprobieren bietet. 

Generell bietet es sich an, wenn man sich an die diversen Panoramasteige hält. Wenn man auf  Landschaftsfotografie spezialisieren will, ist man hier wirklich gut aufgehoben. 

Generell erfordert die Outdoor-Fotografie sehr viel Übung und ein gutes Auge. Das bedeutet jedoch nicht, dass man es nicht alles trainieren kann. Mit etwas Geduld wird man schon schnell kleine und größere Erfolge in seinen Bildern bemerken können. 

Bildnachweis: Von Jamie Street [Lizenz] via unsplash.com

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