Boberger Dünen und Boberger See: Naturnahe Wanderung in Hamburgs Osten


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑245m  ↓245m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Geest-, Moor- und Marschlandschaften mitten in Hamburg, ein Baggersee mit Badestelle und richtige Dünen: Kein Wunder, dass das Naturschutzgebiet Boberger Niederung zu einem der beliebtesten Naherholungsziele der Hamburger zählt. Auf dieser großen Runde verschaffen uns mal einen richtigen Eindruck vor Ort und fahren dazu in den Hamburger Stadtteil Lohbrügge.

Wir spazieren vorbei an der evangelischen Erlöserkirche ins Grüne Zentrum Lohbrügge. Die weitläufige Parkanlage wurde in den 1960er Jahren angelegt und erstreckt sich entlang des Bornmühlenbachs. Es geht vorbei am Ziegelteich und entlang der Bornmühlenbachs, der der Bille zufließt.

Am Gymnasium Bornbrook halten wir uns links in die Mendelstraße und folgen ihr, bis wir nach rechts in den Grandkoppelstieg abbiegen. Wir gehen auf die Bundesstraße B 5 (Bergedorfer Straße) zu, kreuzen sie und kommen dann in die Boberger Niederung. Hier stoßen wir auf den Walter-Hammer-Weg, dem wir folgen.

Der Walter-Hammer-Weg führt uns zielsicher zu den Boberger Dünen, die letzte Wanderdüne im Stadtgebiet von Hamburg. Die Dünenlandschaft war aufgrund der regelmäßigen Winde am Nordufer des früheren Elburstromtals im Übergangsbereich von Marsch zu Geest entstanden. Die Dünen jedoch nach und nach für Bauzwecke und Geländeeinebnungen abgetragen. Die Boberger Düne blieb nur erhalten, weil man sich 1927 nicht auf einen Sandpreis einigen konnte. Glück gehabt, Hamburg!

Am Ende des Haarteichs halten wir uns links, die nächste dann wieder rechts und kommen so zum Boberger See, der in den 1950er Jahren entstand, als man Sand für den Bau der Bundesstraße B 5 brauchte. Am Boberger See gibt es eine offizielle Badestelle, die bei gutem Wetter meistens auch gut besucht ist.

Jetzt halten wir uns nordwärts zum Achtermoor. Im Achtermoor finden sich Torfmoose und artenreiche Pioniergebüsche. Um die abgetorften mit Wasser gefüllten Mulden entwickelt sich ein Erlen-Weiden-Wald mit urwaldähnlichem Charakter. Rechterhand erstreckt sich das Areal des Segelfluggeländes Boberg.

Am Ende des Segelfluggeländes verlassen wir den Rundweg und halten uns auf den Hans-Ulrich-Höller-Weg, gehen um das Gelände der Schule Weidemoor, kreuzen die Boberger Furt und sind dann wieder auf dem Walter-Hammer-Weg, den wir aber schon nach wenigen Metern wieder nach links verlassen.

Durch zwei Kleingartenanlagen halten wir uns in nördliche Richtung, verlassen kurz das Stadtgebiet von Hamburg, bis wir es an der Buschkoppel wieder erreichen. Hier spazieren wir am Bentinbrack entlang und kommen zurück ins Grüne Zentrum Lohbrügge und zu unserem Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Cudzinec79 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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