Blaues Wunder, Schillergarten und der Waldpark Blasewitz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑44m  ↓44m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese kurze Stadtspaziergang in Dresden beginnt am Schillerplatz im Stadtteil Blasewitz. Das man hier in Blasewitz ganz besonders dem deutschen Vorzeigedichter würdigt ist klar: Setzte Schiller doch Blasewitz in seinem Wallenstein ein literarisches Denkmal, als er die Wirtin der Fleischerschen Schenke (heute Schillergarten) auftreten lässt und sie empfängt mit den Worten: „Was? der Blitz! Das ist ja die Gustel von Blasewitz!“

Wir folgen der Tramlinie durch die Loschwitzer Straße und kommen so rasch zum Waldpark Blasewitz. Der Waldpark Blasewitz ist der bekannteste der Dresdener Waldparks, kommt auf eine Größte von 23 Hektar. Der Waldpark Blasewitz wurde rein kapitalistisch ermöglicht: Man gründete eine Aktiengesellschaft, kaufte Grundstücke und konsolidierte eine große Fläche. Dann verkaufte man die Randgrundstücke teuer weiter und machte genügend Geld, um die Gestaltung des Waldparks zu finanzieren.

Einige dieser Villen, z.B. die Villa Waldeck und die Villa Königswald, sehen wir, wenn wir den Waldpark Blasewitz wieder verlassen und gemütlich zur Elbe spazieren. Der folgen wir flussabwärts, allerdings nur für rund zwei Kilometer und nicht bis zur Quelle im Riesengebirge. Dabei sehen wir auf der anderen Uferseite die drei Dresdner Elbschlösser und später den Villenstadtteil Weißer Hirsch.

Dann kommen wir zur Loschwitzer Brücke, die man gemeinhin nur als Blaues Wunder kennt. Das Blaue Wunder stammt von 1893 und war seinerzeit die fünfte Brücke über die Elbe im Dresdener Raum. Zu dieser Zeit war die Loschwitzer Brücke eine der ersten dieser Spannweite aus Metall, die keine Strompfeiler im überspannten Fluss benötigte. Deshalb nannte man sie fortan „Wunder“. Der Name Blaues Wunder wiederum ist auch auf den hellblauen Farbanstrich der Brücke zurückzuführen.

Am Blauen Wunder biegen wir wieder nach rechts zum Schillerplatz und machen natürlich Einkehr im Schillergarten. Die Geschichte des Gasthauses reicht zurück bis zum Jahr 1730. Damals noch unter dem Namen Fleischersche Schenke bekannt, war hier auch öfters Friedrich Schiller zu Gast und lernte hier die Gustel aus Blasewitz leibhaftig kennen.

Bildnachweis: Von Z thomas [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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