Besinnungsweg Ehinger Alb


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 53 km
Gehzeit o. Pause: 12 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑1095m  ↓1095m
Wegzeichen der Besinnungswege

Bsen de au! Das ist Schwäbisch und heiß soviel wie besinne dich. Mit diesem Ruf bringt man auf der Schwäbischen Alb einen Mensch zur Vernunft, fordert ihn zu einem erneuten Nachdenken auf. Zu einer solchen Neubesinnung laden auch die sogenannten Wege der Besinnung und Einkehr auf der Ehinger Alb ein. Sie sind ein Gemeinschaftsprojekt der Ortschaften Altsteußlingen, Dächingen, Erbstetten, Frankenhofen, Granheim, Mundingen und der Stadt Ehingen.

Der Besinnungsweg ist – weil als Premiumwanderweg zertifiziert – also mehr, als ein einfacher Wanderweg. Der Besinnungsweg soll vielmehr uns Wanderer auf der Suche nach dem Mehr des Lebens unterstützen. Tafeln am Wegesrand geben Zeugnis von herausragenden Orten, die das Gepräge von Mensch und Natur widerspiegeln. Die sich darin niederschlagenden Erfahrungen regen an, sich über sein eigenes Leben Gedanken zu machen, Altes und Gewohntes zu überdenken, neue Horizonte in den Blick zu nehmen.

Unterwegs auf dem Besinnungsweg über die Ehinger Alb

Wir starten an der Wohnlage Jägerhof in Ehingen direkt Bundesstraße B 465. Das erste Wegstück leitet uns nach Altsteußlingen. Die Dorfkirche in Altsteußlingen wurde erstmals 776 erwähnt. Der gotische Chor wurde vom vorherigen Bau übernommen, die übrigen Bauteile stammen aus den Jahren 1756-59. Der Kirchturm wurde im Jahr 1970 nach dem alten Vorbild erneuert.

Von Altsteußlingen geht es vorbei an der Käthra Kuche und um Briel herum nach Frankenhofen. Hier kreuzen wir auf dem Besinnungsweg die Bundesstraße von Ehingen nach Münsingen und wandern nach Granheim. Schloss Granheim wurde im 15. Jahrhundert erbaut und 1776 erneuert. Das Schloss hat eine dreigeschossige Anlage mit Mansarddach und wird privat genutzt.

Nächste Station auf dem Besinnungsweg ist Erbstetten, wo wir einen Schlenker zur St. Stefanus Kirche machen. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert auf den Fundamenten einer wesentlich größeren romanischen dreischiffigen Vorgängerkirche (bereits 1208 erwähnt) erbaut. Die Fresken sind aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert und mit oberitalienischem Einschlag. Die Pietà auf dem Hochaltar stammt noch aus der Vorgängerkirche und entstand um das Jahr 1420, der Taufstein ist aus dem Jahr 1591.

Vorbei am Heumacherfels leitet der Besinnungsweg zur Burgruine Wartstein und ins Tal der Großen Lauter. Über Mundingen leitet uns die Runde schließlich wieder zurück nach Ehingen.

Bildnachweis: Von Barockspot [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort