Bergwanderung aufs Rubihorn (Allgäuer Alpen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑1258m  ↓1258m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Tour hat es in sich und ist nichts für Schwindler, soll heißen: Man muss schon schwindelfrei sein beim Aufstieg aufs Rubihorn (1.957m) mit faszinierenden Tiefblicken, zum Beispiel ins obere Illertal. Da wundert es auch nicht, dass die Gratwege Rubihornsteig oder Gaisalpsteig heißen, denn es ist eine Bergtour mit Stiegen, Seilsicherungen und hier und da auf schmalem Grat.

Auch faszinierend aber dagegen spielerisch ist der Faltenbachtobelweg. Zurück nehmen wir den Wallrafweg. Neben dem Faltenbach lernen wir auch den Gaisalpbach sowie den Unteren Gaisalpsee näher kennen. Die Tageswanderung liegt ganz grob gesagt, zwischen Oberstdorf und dem sich östlich markant erhebenden Nebelhorn (2.224m).

Bei den ganzen landschaftlichen Superlativen wird die bekannte Audi Arena mit der Schattenbergschanze und dem ganzen Skirummel beinahe zur Nebensache. Start ist südlich in Oberstdorf auf dem Parkplatz an der Oybele-Festhalle.

Wir gehen, genügend gegen Hunger- oder Durstattacken im Rucksack, zur Audi Arena (Eintritt), wo auf der Schattenbergschanze jährlich das Auftaktrennen zur Vierschanzentournee läuft. Es gibt ein Ski-Museum, einen Schrägaufzug, der mit Aussicht vom Schanzenturm lockt, einen Sky-Walk-Park und einen Hochseilgarten, Führungen bei Tag und in der Nacht.

Wir unterqueren die Nebelhornbahn Sektion 1, wobei es zwei weitere Sektionen gibt und alle zusammen überwinden rund 1.400m auf einer Strecke von 5,7km. Unsere Wanderung führt uns in einem südlichen Bogen um die Audi Arena auf den Faltenbachtobelweg und Orientierung bietet die Richtung: bergauf. Je höher, desto mehr Zickzack.

Der Faltenbach, der in Oberstdorf in die Trettach mündet, hat sich mit seiner Kraft ins Gestein des Schattenbergs gearbeitet und er ist trotz dieser Mühsal herrlich frisch geblieben. Wir sehen Gesteinsschichten der Allgäuer Alpen, die wir ansonsten eher mit den Füßen treten. Der Faltenbachtobel ist beliebter Lebensraum verschiedener seltener Tiere und Pflanzen. In Sachen Nachhaltigkeit wird das Wasser des Faltenbachs regenerativ genutzt, für Oberstdorf und die Nebelhornbahn.

Wir folgen dem Faltenbachtobelweg nicht gänzlich, sondern biegen ab, um über den Rossbichl und den Rubihornsteig zu kraxeln. Beim Niedereck haben wir 1.867m Höhe und hier grenzt das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen an. 

Kurz drauf sind wir am Rubihorn (1.948m), wer will und kann stürmt den Gipfel. Der Blick ist eh fantastisch! Bergpanorama, Wiesen und die Flecken der Gaisalpseen. Das Gaisalphorn (1.953m) würde man erreichen, wenn man am Niedereck in südöstlicher Richtung abgebogen wäre.

Der Untere Gaisalpsee, zu dem wir jetzt via Gaisalpsteig herabsteigen, liegt im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen. Rund 7km haben wir „erst“ geschafft und machen eine Rast am Seeufer.

Es bleibt spannend auf dem weiteren Weg, wo wir einigen Wassern begegnen, die in den Gaisalpbach münden. Wenn uns wieder Wiesen und Alpe empfangen, wird es gemütlicher auf dem Weg an dem der Berggasthof Gaisalpe die Kletterer und Wanderer erwartet.

Wir queren den Gaisalpbach und wählen den Wallrafweg, der am Westhang des Rubihorns verläuft, mit Wald und Weiden und uns, gemessen am Auftakt, „chillig“ vorkommt. Der Wallrafweg bringt uns über den westlichen Teil der Bachtelrinne und über den Roßbichlbach und am Café Breitenberg vorbei zur Audi Arena und zum Parkplatz zurück.

Bildnachweis: Von Quxy [CC BY-SA 3.0] via  Wikimedia Commons

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