Auf dem Enziansteig zur Krinnenspitze (über Gräner Ödenalpe)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑1096m  ↓1096m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir sind in den Allgäuer Alpen, auf der Seite der Österreicher, genauer in Tirol. Wir wollen uns der 2.000er Marke nähern und gehen zur Krinnenspitze, die mit 2.001m gemessen wurde. Die Krinnenspitze erreichen wir über den Enziansteig, der es durchaus in sich hat. Rund 900m Höhendifferenz werden wir meistern, bis zum Ende des Tannheimer Tals, dabei auch den Alpenrosen- und den Meranersteig kennenlernen. 

Der Einstieg in die Runde ist zum Aufwärmen. Die 1,8km vom Parkplatz zwischen Nesselwängle an der B199 und Rauth werden wir auch zum Auslaufen nutzen. Wir sehen die kleine Wegekapelle Mariahilf. Ab Rauth geht’s rauf. In Rauth ist die Ortskapelle hl. Dreifaltigkeit (1726). In der Ortsmitte folgen wir dem Wegweiser „Enziansteig“. Wir gewinnen Höhe durch den Wald, queren eine Forststraße, gehen etwas steiler auf einem Grashang unterhalb der Krinnenspitze und gelangen auf einen Sattel.

Bevor wir zur Krinnenspitze durchziehen, machen wir einen Ausflug zur Gräner Ödenalpe auf 1.715m, eingebettet zwischen Krinnenspitze und Litnis, mit herrlicher Aussichte auf die Gipfle der Lechtaler Alpen und darüber. In der Nähe finden sich Enzian, Alpenrosen und Knabenkraut – um nur einige zu nennen, und vor einem Tiroler Spezialitäten.

Nach der Pause wieder zurück und nun auf die Krinnenspitze. Wir erreichen dort 1.976m nach etwas über 7km. Der Gipfel erhebt sich zwischen dem Tannheimer Tal, dem Strindenbachtal und Weißenbachtal.

Dann folgen wir dem Alpenrosensteig hinunter und kommen auf den Alpenrosenweg, der zur Krinnenalpe leitet, wo eine Doppelsesselbahn zur Talstation Krinnenalpe geknüpft ist. Nächster Weg hat den Namen Meranersteig und auf dem mäandern wir mit abwechslungsreicher Vegetation nach Rauth zurück. Die restlichen Meter sind alte Bekannte. 

Es gibt übrigens rund 400 Arten von Enzian, nicht alle blühen blau, es gibt ihn auch gelb, purpur oder gar getüpfelt. Immer, wenn ein oberer Enzianteil bitter schmeckt, lässt das Weidevieh es stehen. Europäische Enzianarten stehen unter Naturschutz.

Bildnachweis: Von Kauk0r [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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