Amolterer Kräuterpfad durch die Amolterer Heide (Endingen am Kaiserstuhl)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 4 km
Gehzeit o. Pause: 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑132m  ↓132m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Am nördlichen Kaiserstuhl liegt das kleine Winzerörtchen Amoltern in einem ruhigen Seitental. Amoltern mit seinen etwa 430 Einwohnern gehört verwaltungstechnisch zur Stadt Endingen am Kaiserstuhl und ist von terrassierten Weinlagen umgeben.

Aber nicht nur Trauben gedeihen hier prächtig, was man bei einer Wanderung auch entlang des Kirschbaumpfads sehen kann. Der Kräuterpfad wurde durch diese besondere Kulturlandschaft geführt, entlang des ältesten Naturschutzgebiets im Kaiserstuhl: der Amolterer Heide (329m).

Der Kräuterpfad im Uhrzeigersinn führt vorbei an 17 Infotafeln, die Auskunft über die Kräuter und Pflanzen am Wegesrand und an Böschungen geben. Heilsames und schmackhaftes ist dabei. Blüten des Holunders und der Linden bilden Grundlage für Erkältungstees. Aus Johanniskrautblüten wird Rotöl angesetzt, das äußerlich angewendet gegen rheumatische Beschwerden oder innerlich gegen Launenhaftigkeit zum Beispiel helfen soll. Hagebuttenmus liefert Vitamine. Der Feldsalat „Sunnäwirbili“ bringt ebenfalls Vitamine auf den Tisch. Wenn man auf einer Karte „Saichbluemäsalat“ liest, ist das junger Löwenzahn.

Start ist am südöstlichen Ortsrand von Amoltern beim Friedhof. Bücheweg, Heideweg, Bergstraße führen uns in Richtung Steinhaldehof. Davor biegt man links in die Naturlandschaft ein. Der Rundweg führt uns zum Aussichtspunkt Amoltern und integriert von der Höhe aus zwei Vogesenblicke. Wer die Augen auf der Runde stets offen hält kann verschiedene Schmetterlingsarten sehen, aus der Familie der Bläulinge, Orchideen wie das Knabenkraut oder Schlüsselblumen.

Die Amolterer Heide wurde 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und hat eine Fläche von 11,2ha. Damals sollte die artenreiche Flora und Fauna auf dem gesamten Halbtrockenrasen geschützt werden, doch im Laufe der Jahre wurden große Teile abgezwackt und für den Weinbau nutzbar gemacht. Einige Wiesen wurden mit Glatthafer (Raygras) besät. Das ist ein recht ertragreiches Heugras, wobei das liebe Vieh das nicht so gerne frisst, weil es wohl eher bitter schmeckt. Doch Glatthafer kommt mit Trockenheit zurecht.

Bildnachweis: Von Felix Boboiser [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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