5-Fingers-Skywalk am Krippenstein (Dachsteingebirge)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 27 Min.
Höhenmeter ca. ↑598m  ↓163m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Für diese schöne Bergwanderung im österreichischen Dachsteingebirge brauchen wir etwas Unterstützung, namentlich in Form der Krippenstein-Seilbahn. Die Talstation findet sich in Obertraun am Südrand des Hallstätter Sees. Wir sind unterwegs im Salzkammergut.

Mit der Krippenstein-Steilbahn fahren wir eine Station hinauf zur Schönbergalm. Wer vor der Wanderung noch Stärkung braucht: Das Restaurant leistet hier schnelle und schmackhafte Abhilfe.

Dann wandern wir los und sind schon nach wenigen Metern am Dachsteinhöhlenmuseum. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Erforschung der Dachsteinhöhlen. Als besondere Attraktion kann das Museum mit einem Modell der erforschten Gänge der Dachstein-Mammuthöhle aufwarten, die zu den größten Höhlensystemen Österreichs gehört.

Jetzt geht es aufwärts. Auf einem schmalen Pfad wandern wir an der Flanke des Däumelkogels (2.001m) entlang hinauf zum kleinen Däumelsee. Kurz hinter dem Däumelsee stoßen wir auf den gut markierten Wanderweg 661, dem wir nun zur Bergstation Krippenstein folgen. Hier stoßen wir auf die Lodge Krippenstein und das Bergrestaurant Krippenstein.

Dann geht es von der Bergstation Krippenstein weiter zur Heilbronner Kapelle (Krippensteinkapelle). Die Kapelle wurde 1959 zur Erinnerung an die Opfer des Heilbronner Dachsteinunglücks gebaut. 1954 waren zehn Schüler und drei Lehrer aus Heilbronn bei einer Wanderung zum Krippenstein tödlich verunglückt, als ein Schneetreiben einsetzte und die Gruppe die Orientierung verlor. Erst Wochen später wurden die letzten Leichen geborgen.

Wir wandern weiter zum Ziel dieser Tour, der 2006 errichteten Aussichtsplattform 5 Fingers am Krippenstein. Die einzelnen Finger sind rund vier Meter lang und wurden über einem Abgrund von etwa 400 Metern Tiefe errichtet.

Beim ersten Finger (von links nach rechts) wurde ein Metallrahmen montiert, damit Besucher ein „gerahmtes“ Erinnerungsfoto machen können. Der zweite Finger wurde mit einem Glasboden versehen, um Besuchern einen Blick direkt in den Abgrund zu ermöglichen. Der dritte Finger ist kürzer als die anderen und ist nicht bis zum Ende begehbar. Er hat die Form eines Sprungbrettes und soll die Freiheit der Berge symbolisieren. Der vierte Finger hat eine Öffnung im Boden, die ebenso einen Blick in den Abgrund freigibt. Beim fünften Finger wurde ein kostenloses Fernrohr installiert.

Von den 5 Fingers wandern wir dann wieder zurück zur Bergstation der Krippenstein-Seilbahn und treten hier die gemütliche „Heimreise“ zur Talstation in Obertraun an.

Bildnachweis: Von Kārlis Dambrāns (Janitors) [CC BY 2.0] via Wikimedia Commons

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