Wiener Höhenweg: Bergwanderung durch die Schobergruppe


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Wegweiser
Länge: 64.58km
Gehzeit: 46:15h
Anspruch: schwer
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Diese Streckenwanderung von der Winklerner Hütte (1.905m) bis zum Glocknerhaus (2.132m) treibt es auf einige Spitzen und eignet sich hervorragend für ambitionierte alpine Wanderer. Ein 3.000er wird nicht erklommen, aber weit davon entfernt ist man hier auch nicht in der Schobergruppe. Sehr schön an den Etappen ist die Abwechslung, denn auch Bergseen sind am Weg. Teilweise ist mit Seilversicherungen zu rechnen und man sollte sich fit, trittsicher und schwindelfrei genug fühlen. Empfohlen werden für die höchste Stelle des Wegs Steigeisen und Eispickel – was von den Bedingungen abhängt. Die Hütten haben zumeist zwischen Juni und September geöffnet. Manche haben auch Winterräume.

Theoretisch wäre bereits der Zustieg in die Wanderung ab Winklern eine kleine Etappe. Doch beginnt man erst die Bergtour ab der Winklerner Hütte. Zur Planung: Nächste Hütte ist die Wangenitzseehütte, danach kommt als Übernachtungsziel die Adolf-Noßberger-Hütte, am möglichen nächsten Tag die Elberfelder-Hütte, es folgt die Glorerhütte und am Ende ist das Glocknerhaus. Dann ist man noch nicht wieder in der Talzivilisation. Dorthin führen dann die Gletscherstraße sowie die Großglockner Hochalpenstraße bei Heiligenblut.

Tag 1 startet geschmeidig zur Roana Alm und ab etwa Kilometer 3 wird der Anstieg deutlicher. Noch deutlicher ist er dann rauf über die Obere Seescharte (2.603m). Entspannung setzt am Wangenietzsee ein. Er ist mit rund 21ha. Ihm gegenüber ist der Kreuzsee, aus dem der Wangenitzsee überwiegend sein Wasser bekommt, neben dem Wangenitzbach. Gut, dass die Wangenitzseehütte (2.508m) ganz in der Nähe ist – bei so viel Wasser meldet sich der Durst. Herum sind die Gipfel der 3.000er Berge: Petzeck, Hoher Perschitzkopf, Kruckelkopf oder Georgskopf. Unser Kopf legt sich auf eines der 53 Betten nieder.

Tag 2 lassen wir ruhig angehen, nach einem ausgedehnten und aussichtsreichen Frühstück. Der Tag wird uns ähnlich fordern wie der gestrige. Dabei werden auch ausgesetzte Stellen sowie die Höhen Kreuzseeschartl (2.810m) und Niedere Gradenscharte (2.796m) bewältigt. Dort ist auch die Grenze zwischen Tirol und Kärnten. Hier trifft man auf kleine Bergseen und später den Großer Gradensee an der Adolf-Noßberger-Hütte, liebevoll auch „die Nossi“ genannt. 50 Menschen können in der 1931 erbauten Hütte gleichzeitig übernachten.

Tag 3 wird sicher der mit der größten Herausforderung, weil es über die 2.958m hohe Hornscharte geht. Für diese Scharte gilt die Ausrüstung mit Steigeisen und Eispickel. Hier sehen wir auch das Hornkees, bevor wir die Elberfelder Hütte (2.346m) als Tagesziel erreichen. Die Hütte wurde 1928 gebaut und hat knapp über 50 Schlafmöglichkeiten. Nahebei plätschert das Wasser über den Felsen und sorgt für ein wohliges Einschlafen.

Gut gestärkt freut sich der 4. Tag auf Ausdauer-Programm. Bis man zur 1887 erbauten Glorerhütte (2.651m) am Berger Törl kommt, seien 5 Stunden einzuplanen. Es wird nochmals etwas höher hinausgehen, über den Kesselkeessattel (2.980m). Wir treffen auch den Kesselkeessee.

Tag 5 führt zum Glocknerhaus (2.132m) und auch Abwärtswandern will mit Bedacht absolviert werden. Doch zuerst geht’s gemäßigt auf einer etwa gleichen Höhenlage zur Salmhütte (2.644m). Vor dem Ziel staunen wir noch über den Margaritzenstausee am Fuße des Großglockners. Der See liegt auf rund 2.000m in einer Talwanne und wurde 1953 als Speichersee fertiggestellt. Er gehört zur Oberstufe des Kraftwerks Kaprun. Das Glocknerhaus feierte 2025 sein 150-jähriges Jubiläum!

Bildnachweis: Von TheRunnerUp [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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