Am Fuße des südlichen Leithagebirges liegt die Landeshauptstadt des Burgenlandes, Eisenstadt. Hier ist alles dabei: Schloss und Kulturnatur. Es wird adelig, aussichtsreich und eine Freude!
Start ist der Parkplatz, den wir vom Josef-Hyrtl-Platz aus erreicht haben. Wir wenden uns in Richtung Freibad. Am südöstlichen Parkeingang des Schlossparks erreichen wir den Maschinenteich und sind schon mittendrin im Parkgeschehen. Über den Teich sieht man das Maschinenhaus. Im Jahr 1803 beherbergte es die Dampfmaschine, die das Pumpwerk für einen künstlichen Wasserfall betrieb.
Der einst barocke Schlosspark wurde im frühen 19. Jahrhundert zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Unser Blick fällt auf die barocken Reste der Kastanienallee und die sich lang streckende Orangerie. Sie war aufgrund der Größe und Anzahl der Gewächse im 19. Jahrhundert ziemlich ungeschlagen in Österreich. Nächstes Highlight ist am Leopoldinenteich der Leopoldinentempel, der ab 1812 im klassizistischen Stil errichtet und der Tochter des Auftraggebers Nikolaus II. gewidmet wurde. Man geht eine kleine Steintreppe zum Tempelchen hinauf. Wir streifen als Nächstes den Obeliskteich und kommen am Obelisken vorbei, am höchsten Punkt des Parks und im Gedenken an die verstorbene Gemahlin von Nikolaus III.
Wir verlassen den Schlosspark erstmal und wandern entlang von Wein und Ortsrand, dann Wein und Waldrand ansteigend in den Wald. Nach fast der Hälfte der Rundwanderung sind wir am Schönen Jäger und an der höchsten Stelle der Runde. Hier war mal das Forsthaus der Esterházy.
An einigen Andachtsstätten vorbei und abwärts durch den Wald erreichen wir am Fitparcours den Glorietteberg (357m) mit der Raiffeisen-Jubiläumswarte. Sie misst 16m und wurde 2012 zwecks schöner Aussicht aus heimischem Lärchenholz errichtet – mit Aussicht über Eisenstadt, Blick in die Wulkaebene zum Neusiedler See und bis ins ungarische Tiefland.
Wir sind bei der Alm, deren Bau eher einem Tempelchen ähnelt als einer Hütte. Das ist die Gloriette, die einst als Jagdschloss genutzt wurde und zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Hier sind Gastronomie und ein weiterer schöner Aussichtspunkt.
Dann geht’s in die Haydnstadt und am Joseph-Haydn-Konservatorium vorbei. Der berühmte Komponist (1732-1809) war Hofkapellmeister der Esterházys in Eisenstadt, von 1761-1790. Dann sind wir am Schlossparkrand und beim Gärtnerhaus. Zu unserer Rechten wäre das Landesmuseum in der Museumsgasse. Zu unserer Linken kommt das Schloss Esterházy mit Schlosskapelle und Haydnsaal. An der Stelle war eine gotische Burg (13. Jh.). Die Fürstenfamilie Esterházy machte daraus im 17. Jahrhundert ein Schloss, in dem heute einige kulturelle Veranstaltungen einen passenden Rahmen finden. Durch die Hauptstraße und Fußgängerzone schlendern wir zum Ausgangsort zurück.
In der dazu parallel verlaufenden Joseph-Haydn-Gasse sind weitere mögliche Ziele das Haydn-Museum in dessen Wohnhaus und die Franziskanerkirche am Kloster St. Michael, errichtet ab 1625. Was man sich auch noch ansehen kann, ist die Domkirche am Domplatz. Der Dom St. Martin geht auf das 13. Jahrhundert zurück.
Bildnachweis: Von C.Stadler/Bwag [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
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