Nordöstlich von Florenz legt sich diese Wanderrunde in die toskanische Landschaft. Ab der etruskischen Hügelsiedlung Fiesole wandern wir auf den Monte Ceceri (ca. 414m) mit Blick auf Florenz. Der bewaldete Höhenzug ist als Naturschutzgebiet eingetragen. Es heißt, dass Leonardo da Vinci heroben den Vogelflug studiert habe, und sein Assistent soll gar 1505 oder 1506 einen der Flugapparate hier ausprobiert und sich verletzt haben.
Etrusker und Römer haben in Fiesole ihre Spuren hinterlassen und davon kann man auch noch einiges sehen. Die Geschichte beginnt im 9. Jahrhundert vor Christus. Fiesole hat einige Schätze zu bieten und ist ein bevorzugter Wohnort derer, die es sich leisten konnten oder können.
Wir starten vom Parkplatz beim Friedhof in Fiesole. Ganz in der Nähe ist die archäologische Ausgrabungsstätte mit dem Teatro romano und der Necropoli longobarda als Museum. Wir kommen in die Innenstadt zum Dom San Romolo an der Piazza Mino da Fiesole, dem alten römischen Forum. Mit dem romanischen Bau der Kathedrale wurde 1028 begonnen. Erweiterungen kamen im 13. und 14. Jahrhundert hinzu. Der weithin sichtbare Campanile stammt aus dem 13. Jahrhundert. In der Nähe ist das Kunstmuseum Museo Bandini.
An der Piazza Mino mit Reiterstandbild grenzen das Rathaus und die Santa Maria Primavera mit Säulenportal an. Rechts davon biegen wir in die Via Giuseppe Verdi und kommen zu einem sehr schönen Aussichtspunkt über Florenz. Kurz drauf biegen wir nach links ein und wandern die Via Monte Ceceri mit weiteren Florenzblicken.
Den Monte Ceceri haben wir nach rund 1,7km erreicht. Im etwa 44ha großen Naturschutzgebiet wurde seit dem 15. Jahrhundert oder schon früher grauer Sandstein abgebaut, der in einigen Prachtbauten verarbeitet wurde. Durch den Steinabbau war der Berg fast kahl. Seit den 1930er Jahren fand umfangreiche Aufforstung statt. Auf dem Gipfel wird dem Universalgenie Leonardo da Vinci gedacht und den Flugexperimenten. Bei der Wanderrast sind auch Infoschilder zu den Höhlen im Sandstein und hier verlaufen einige Wanderwege.
Wir wandern die nächsten rund 1,7km durch den Wald ins Tal hinab, wo wir Bachläufe treffen, Wiesen und Oliven sowie einzelne Höfe, wenn wir wieder hinaufwandern und mit der Via Baccano auf die Via Francesco Ferrucci stoßen. Dort biegen wir nach links ein. Bei einer Aussicht und Bushaltestelle biegen wir von der Straße nach rechts ab, durchstreifen Olivenhaine und gelangen zum Dom in Fiesole.
Von der Piazza oder auch vom Friedhof lässt sich diese Kulturwanderung zur Chiesa di San Francesco mit dem Konvent und der Basilica di Sant’Alessandro sowie dem Museo Missionario Francescano erweitern. Das Franziskanerkloster auf der Höhe entstand 1399 als Einsiedelei. Das Gesamtensemble in der Lage ist ein wunderbarer Ort, kontemplativ und mit Weitblick.
Übrigens: Am westlichen Stadtrand ist die Villa Medici aus dem Jahr 1457 (Privatbesitz). Sie gilt als eine der ältesten und bestens erhaltenen Villen aus der Dynastie der Medici.
Bildnachweis: Von Sailko [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons
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